Ingrid Trabandt und Helmut Sopp wurden geehrt
Mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet
Rhein-Lahn-Kreis. Guter Brauch ist es schon seit langem, dass der Innenminister oder Staatssekretär ins Kreishaus nach Bad Ems kommen, wenn es gilt, verdiente ehrenamtlich tätige Bürger aus dem Rhein-Lahn-Kreis auszuzeichnen. Und so zeichnete jetzt der rheinland-pfälzische Innenstaatssekretär Günter Kern gemeinsam mit Landrat Frank Puchtler im kleinen Sitzungssaal der Kreisverwaltung zwei Bürger mit der Ehrennadel des Landes aus, die sich über Jahrzehnte um das Wohl der Menschen ihrer Region verdient gemacht haben: Ingrid Trabandt aus Heistenbach und Helmut Sopp aus Rettershain. „Unsere Demokratie braucht Menschen, die sich aktiv einbringen und bereit sind, mehr zu tun als sie unbedingt müssen. Frau Trabandt und Herr Sopp gehören zu eben diesen Menschen. Ihr langjähriges Engagement für die Gesellschaft wird nun verdientermaßen mit der Ehrennadel gewürdigt“, sagte der Staatssekretär bei der Verleihung am Donnerstag in Bad Ems. Zu der Feierstunde waren neben den Angehörigen auch zahlreiche Mitglieder der kommunalen Familie erschienen, um den Geehrten ihren persönlichen Dank abzustatten.
Ingrid Trabandt
Ingrid Trabandt wurde für ihr kommunales Engagement in Ortsvereinen, im Gemeinderat und sozialen Einrichtungen ausgezeichnet. Seit mehr als 30 Jahren ist sie Mitglied im VdK, das ehrenamtliche Engagement in dem Sozialverband reicht jedoch noch weiter zurück. „Frau Trabandt ist die ,Grande Dame‘ des VDK Unterlahn. Als unermüdlicher Motor des VdK in der Region hat sie mit ihrem langjährigen Wirken deutliche Spuren hinterlassen, ob als Vorstand des Ortsverbandes, als Geschäftsführerin im Kreisverband oder als Mitglied im Sozialpolitischen Ausschusse auf Landesebene. Unermüdlich steht sie bis heute Hilfesuchenden mit Rat und Tat zur Seite“, sagte Kern. Als Mitglied des Gemeinderates Heistenbach setzte sie sich 25 Jahre lang auch politisch für ihren Geburtsort ein. Nach wie vor unterstützt Trabandt mit Hausbesuchen die Arbeit der Frauenhilfe und der evangelischen Kirchengemeinde Sankt Peter. Eine Herzensangelegenheit ist ihr auch der Gesang. Seit mehr als 40 Jahren war sie ununterbrochen Vorstandsmitglied des Frauenchors Heistenbach. Ab 1989 lenkte sie mehr als zehn Jahre als Vorsitzende die Geschicke des Frauenchors.
Helmut Sopp
Auch Helmut Sopp setzte sich Jahrzehnte lang überdurchschnittlich ehrenamtlich für seine Gemeinde und die Menschen der Region ein. Von 1965 bis 1997, war er Ortsvorsitzender des Kreisbauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau in Rettershain, gehörte bis 1996, 13 Jahre lang dem Kreisvorstand des Bauern- und Winzerverbandes an und brachte sein Wissen in mehreren Ausschüssen, beispielsweise von Landwirtschaftskammer und dem Bund Deutscher Landjugend, ein. „Vereine sind ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens, sie verbinden Menschen. Herr Sopp war ein engagiertes Mitglied, der die Rettershainer Vereine mit Leben füllte“, sagte der Staatssekretär. Von 1957 bis 1975 lenkte er als Vorsitzender die Geschicke des Sportvereins. Im Anschluss wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt und war im Kreis als Kampfrichterobmann aktiv. Ab 1986 saß Sopp dem gemischten Chor Rettershain vor, engagierte sich im Heimatverein und war als Erster Beisitzer der Jagdgenossenschaft Rettershain und im Kreisjagdbeirat aktiv. Darüber hinaus kann Sopp als Mitglied des Kirchenvorstandes auf mehr als drei Jahrzehnte Engagement für die Kirche zurückblicken.
„In Vereinen, Verbänden, Organisationen, in Projektgruppen und Initiativen setzen sich Freiwillige für die Dinge ein, die ihnen am Herzen liegen. 48,3 Prozent der Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer engagieren sich ehrenamtlich – das ist bundesweit Spitze. Und das macht unser Land so lebens- und liebenswert“, betonte Kern.
Pressemitteilung des
Rhein-Lahn-Kreises
Ingrid Trabandt aus Heistenbach (5. von links) und Helmut Sopp aus Rettershain (5. von rechts) gemeinsam ihren Ehegatten sowie Staatssekretär Günter Kern (2. von links), Landrat Frank Puchtler (2. von rechts) und dem Landtagsabgeordneten Matthias Lammert (3. von rechts).Foto: Uwe Gilberg-Rindsfüßer Foto: Gilberg-Rindsfüßer, Uwe
