„Anlassen“ am Nürburgring
Mit göttlichem Segen in die neue Motorradsaison
Nürburg. Nach dem die Veranstaltung „Anlassen“ 2019 ihr 20. Jubiläum gefeiert hatte, vereitelte in den nachfolgenden beiden Jahren die Coronapandemie und 2022 die winterlichen Witterungsbedingungen mit bis zu 20 cm Schnee die Durchführung der Traditionsveranstaltung. In diesem Jahr konnte der Nürburgring wieder seine Pforten zum Startevent in die neue Motorradsaison öffnen. Allerdings ließ Petrus abermals die Biker im Stich. Und so sorgten Temperaturen um die 5 °C; Nieselregen und Nebelschwaden dafür, dass nur die besonders Hartgesottenen unter den Bikern der Einladung an den Nürburgring gefolgt waren. Dementsprechend blieben die Zahlen der Besucher auch deutlich unter den erwarteten 20.000. Trotz der herbstlich scheinenden Witterung hatten sich aber um 10 Uhr die Türen zum Fahrerlager geöffnet.
Indem in den folgenden Stunden ein umfangreiches Informations- und Showprogramm für Kurzweil bei den Besuchern sorgte. 25 Aussteller präsentierten dabei den Zweiradfans ihre Angebote. Darunter neben einigen Herstellern von Zubehör auch der Bund deutscher Motorradfahrer und die Notfallseelsorge. Für zusätzliche Unterhaltung sorgten neben einer Liveband auch die Vorführungen von Polizei, dem Deutschen Roten Kreuz oder dem Fahrsicherheitszentrum, bevor die Höhepunkte des Tages mit dem ökumenischen Gottesdienst und dem Korso über die Nordschleife die Veranstaltung abrundeten.
Das Staunen über das blinkende Chrom bei den zu diesem Anlass entsprechend aufpolierten Bikes trat um 15 Uhr mit Beginn des ökumenischen Gottesdienstes aber ebenso in den Hintergrund wie die Gespräche unter Gleichgesinnten. Zelebriert wurde der Gottesdienst gemeinsam von dem katholischen, auch als Nürburgring-Pfarrer bekannten Klaus Kohnz, der bereits seit 1990 bei vielen Veranstaltungen auf dem Nürburgring den Beistand Gottes erbeten hatte, seiner evangelischen Kollegin, Pfarrerin Claudia Rössling-Marenbach und dem Weihbischof des Bistums Trier, Jörg Michael Peters.
Nach dem Segen für alle Motorradfahrer hieß es dann Motoren „AN“ für einen gemeinsamen Korso über die Nordschleife. Die gemeinsame Fahrt durch die „Grüne Hölle“ bildete für viele Teilnehmer zum Abschluss den emotionalen Höhepunkt von „Anlassen“.
BURG
Ein umfangreiches Informations- und Showprogramm sorgte im Fahrerlager für Kurzweil bei den Besuchern.
