Tafel Rheinbach-Meckenheim
Mit neuem Kühlauto kann die Tafel ihre Aktivitäten weiter ausbauen
Dank Unterstützung durch Sponsoren konnte das Fahrzeug im Wert von rund 40.000 Euro angeschafft werden
Meckenheim. Dank Unterstützung durch viele Sponsoren verfügt die Rheinbach-Meckenheimer Tafel nun über ein Kühlauto. Der Opel Movano im Gesamtwert von rund 40.000 Euro wurde jetzt offiziell in Dienst gestellt. „Damit können wir unsere Aktivitäten bei der Sammlung von Lebensmitteln wesentlich ausweiten zum Wohle der stetig steigenden Zahl von Bedürftigen, die wir regelmäßig mit Lebensmitteln unterstützen“, freute sich der Vorsitzende Dr. Uwe Petersen. Sein besonderer Dank galt den Bürgermeistern Stephan Raetz (Rheinbach) und Bert Spilles (Meckenheim) für die Unterstützung des Vorhabens auf vielfältige Art und Weise.
Petersen wies aber auch darauf hin, dass die wichtigsten Personen nach wie vor die etwa drei Dutzend ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel seien, die sich mit unterschiedlichen Zeitkontingenten darum kümmern, dass zunächst die Lebensmittel bei den regionalen Einzelhändlern abgeholt und in die Ausgabestellen in Meckenheim und Rheinbach gebracht werden, dort sortiert und aufgebaut und schließlich an die mittlerweile fast 700 „Kunden“ ausgegeben werden. Freiwillige Helfer seien auch weiterhin gerne gesehen, vor allem solche, die in der Lage seien, für das neue Kühlfahrzeug als Fahrer zur Verfügung zu stehen. „Schließlich wollen wir ein verlässlicher Partner für all die Menschen sein, die auf die Tafel angewiesen sind.“
Tafeln haben riesige Bedeutung bekommen
Die CDU-Landtagsabgeordnete Ilka von Boeselager konstatierte in ihrem Grußwort, die Tafel habe auch im Rhein-Sieg-Kreis mittlerweile eine riesige Bedeutung bekommen, und es sei bedenklich, dass so viele Menschen sie benötigten. Sie dankte allen Helfern für ihre großartige Arbeit und war überzeugt, dass sie auch hin und wieder etwas zurückbekommen. Aber auch bei den Tafeln sei seit einigen Monaten durch den Flüchtlingszuzug eine neue Situation entstanden, weil auch viele von diesen dringend die Hilfe der Tafel benötigten. Zugleich drohe bedauerlicherweise eine Spaltung der Gesellschaft, weil viele Menschen sich Sorgen machten und Angst vor Gewalt und Kriminalität und vor einer Ausweitung des Islamismus hätten.
Die Landtagsabgeordnete gab freimütig zu, dass anfangs nicht viel funktioniert habe; es brauche wohl noch etwas Zeit, bis man richtig in die Gänge komme. Auch die Geschehnisse der Silvesternacht in Köln hätten viele Menschen aufgewühlt, „aber wir sind Christen, und wenn Menschen in Not sind, müssen wir helfen, das ist unsere Christenpflicht.“ Sie riet dazu, nicht zu pessimistisch zu sein, sondern positiv nach vorne zu schauen und daran zu glauben, dass man die ganze Sache in die richtige Richtung schieben könne. Abgesehen davon brauche eine alternde Gesellschaft neue Kräfte.
