Mittelrheinischer Bezirksverein im Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI)
Mit wenig Einsatz viel erreichen
Tagung zum Thema Ressourceneffizienz
Andernach. Ressourcen zu schonen ist ein Thema nicht nur für Konzerne, sondern gerade auch für den Mittelstand. Denn bereits mit kleinen Eingriffen in bestehende Abläufe oder mit neuem Bewusstsein für den effizienten Materialeinsatz sparen auch kleine und mittelständische Unternehmen. Die Fachtagung „Herausforderung Energie- und Ressourceneffizienz“ des Mittelrheinischen Bezirksvereins im Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) zeigte vielfältige Möglichkeiten über Branchengrenzen hinweg.
Eingeladen hatte Werner Schumacher, Arbeitskreisleiter Energie und Umwelt im VDI, nach Andernach zur thyssenkrupp Rasselstein GmbH, einem bedeutenden Weißblechhersteller mit langer Tradition in der Region. Dr. Thomas Griese, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Energie, Ernährung und Forsten RLP, hielt die Eröffnungsrede, in der er betonte, dass der Klimaschutz eines der zentralen Themen der kommenden Jahre sein werde. Durch Ressourcen- und Energieeffizienz könnten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, zur Nachhaltigkeit und zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit leisten: „Gerade vor dem Hintergrund der Weltklimakonferenz in Bonn wird deutlich: Beim Thema Ressourcenverbrauch ist eine aktuelle Trendumkehr notwendig – zum Schutz unserer Umwelt und unseres Klimas“, erklärte der Staatssekretär.
Fortschritt dank Sachverstand
Dass es zahlreiche Stellschrauben gibt, an denen zugunsten einer besseren Energiebilanz gedreht werden muss, versteht sich von selbst. Dabei betonte Dr. Griese, wenn man Fortschritte erreichen wolle, dann nur mit dem entsprechenden umweltwissenschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Sachverstand. Was man daraus entwickele, sei letztlich eine Expertentechnologie, die von anderen übernommen werden könne, was wiederum den Weg für neue Geschäftsfelder ebnen könne.
Mit viel Engagement und Know-how wartete auch der Gastgeber der Veranstaltung, die thyssenkrupp Rasselstein GmbH, auf. Oliver Hoffmann, Vorstand Technik des Unternehmens, hob hervor, dass der umsichtige Umgang mit Ressourcen, „ein Riesenthema für uns – sowohl ökologisch als auch ökonomisch“ sei. Ziel sei eine möglichst effiziente Herstellung der Produkte, wofür seit 2009 etwa 300 Projekte erfolgreich umgesetzt worden seien, für die man auch bereits mehrfach ausgezeichnet worden sei.
Dabei seien die drei wesentlichen Themen: effizientes Recycling, Gewichtsreduzierung und eine energieeffiziente Produktion. Indem das Unternehmen Rasselstein die Wanddicke von Dosenverpackungen reduziert habe, sei etwa deren Gewicht merklich verringert worden – zugunsten der Materialeffizienz bei gleichzeitig geminderten Kohlendioxid-Emissionen.
Peter Müllers zeigte in seinem Vortrag auf, welche enormen Energieverbrauchszahlen die Firma thyssenkrupp Rasselstein GmbH kennzeichnen, aber auch, welche großen Erfolge zur Einsparung an insbesondere elektrischer Energie in den letzten zehn Jahren realisiert werden konnten.
Effizienzen checken, Kosten sparen
Wie einfach Betriebe Energie, Rohstoffe und Kosten sparen können, erläuterte Robert Weicht vom Landesamt für Umwelt in Rheinland-Pfalz. Er stellte das Projekt „EffCheck – Ressourceneffizienz in Rheinland-Pfalz“ vor, bei dem jährlich bis zu 30 Betriebe die Möglichkeit erhalten, durch einen Effizienz-Check ihre Produktion von einem Beratungsunternehmen ihres Vertrauens auf Kosteneinsparpotenziale hin überprüfen zu lassen.
Welche Potenziale im Abfall schlummern, machte Dr. Olaf Kropp, SAM Sonderabfall-Management-Gesellschaft Rheinland-Pfalz mbH, klar, indem er Aktuelles aus dem Abfallrecht vorstellte. Werner Maass, VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, erläuterte die aktuelle Situation, wagte aber auch den Blick in die Zukunft, wie man in einigen Jahren mit Energie sparsamst umgehen müsse.
Interdisziplinärer Ansatz
„Die Vielfalt der Beiträge und Ansätze zur Ressourcenplanung und -schonung machte deutlich, dass nicht zuletzt bei dieser komplexen Thematik ein interdisziplinärer Ansatz sinnvoll ist. An dieser Stelle dienen wir als VDI gerne als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Professionen, damit wir in den kommenden Jahren alle von einer gesunden Natur und florierender, umweltbewusster Wirtschaft profitieren können“, so Dipl.-Ing. Werner Schumacher, der die gut besuchte Veranstaltung moderierte.Pressemitteilung
VDI Mittelrheinischer
Bezirksverein
V.l.: Dipl.-Ing. Werner Schumacher (VDI Mittelrhein); Timo Gensel (Landesamt für Umwelt); Werner Maass (VDI Zentrum Ressourceneffizienz); Oliver Hoffmann (Vorstand thyssenkrupp Rasselstein GmbH); Robert Weicht (Landesamt für Umwelt), Dr. Thomas Griese (Staatssekretär Umweltministerium Rheinland-Pfalz); Dr. Meinolf Gerstkamp (VDI Landessprecher Rheinland-Pfalz); Peter Müllers (thyssenkrupp Rasselstein GmbH).Foto: Jurascheck
Artikel melden
06.04.: Schwerer Unfall auf der L330: Motorradfahrer nach Unfall mit Pkw schwer verletzt
- Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
- Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
SPD: „Auf das Wesentliche konzentrieren“
- Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
- Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Bad Neuenahr-Ahrweiler: Manga jetzt in der Stadtbibliothek verfügbar
- Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Dachstuhlbrand in Sinzig-Löhndorf
08.04.: Einfamilienhaus in Sinzig steht in Flammen – Feuerwehr, Polizei uns Seelsorger sind vor Ort im Einsatz
Sinzig/Löhndorf. In Prümer Straße des Sinziger Stadtteils Löhndorf kam es am heutigen Nachmittag zu einem Brand im Dachstuhl eines Einfamilienhauses. Derzeit sind die Feuerwehren aus Sinzig, Bad Neuenahr und Remagen sowie die Polizei und Notfallseelsorger vor Ort.
Weiterlesen
Transparenz statt Taktikspielchen: 24h-Reglement sorgt für Ausgleich
Hoher Aufwand für hohe Chancengleichheit
Nürburgring. Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring erfahren in diesem Jahr einen spektakulären Andrang. Nicht nur Fans aus der ganzen Welt wollen bei dem legendären Langstreckenrennen vor Ort sein, sondern auch immer mehr internationale Teams. Die hohe Nachfrage sorgt auch für eine große Herstellervielfalt: Mit Aston Martin, Audi, BMW, Ferrari, Ford, Lamborghini, McLaren, Mercedes-AMG und Porsche werden voraussichtlich neun verschiedene Marken alleine in der Top-Klasse SP9 vertreten sein.
Weiterlesen
Oberbürgermeister Dirk Meid zum Tod des Schauspielers Mario Adorf
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf
Mayen. Mit seinem Tod verliert unsere Stadt eine der bedeutendsten Persönlichkeiten, die Mayen hervorgebracht hat. Mario Adorf, geboren 1930 in Zürich und aufgewachsen in Mayen, hat von hier aus seinen Weg in eine außergewöhnliche internationale Karriere als Schauspieler gefunden. Trotz seines weltweiten Erfolges ist er seiner Heimatstadt stets eng verbunden geblieben.
Weiterlesen
