Allgemeine Berichte | 02.08.2021

Nachgeholte Jubiläumsfeier 75 Jahre Schönstätter Marienschule

„Miteinander fair leben“

Die Schulgemeinschaft bildete anlässlich des Jubiläums das Schullogo.Foto: privat

Vallendar. Am 1. Oktober 2019 läutete die Schulgemeinschaft das Jubiläumsjahr unter dem Motto „Miteinander fair leben“ ein. Motto-Wochen, die den fairen Umgang mit der Umwelt, miteinander und mit Gott bewusst machen sollten, konnten wegen der Coronakrise nur zum Teil durchgeführt werden. Eine für Oktober 2020 geplante große Jubiläumsfeier war nicht möglich. Doch am 14. Juli 2021 konnten das Jubiläum in einem Corona-gemäßen kleinen Rahmen stattfinden.

Die Erfahrungen der letzten Zeit lassen ahnen, wie schwierig die Lebensbedingungen am

1. Oktober 1945 – dem Gründungstag der Schönstätter Marienschule – waren. In der Corona-Pandemie wurde Präsenzunterricht fraglich, soziale Kontakte fehlten. Neue Möglichkeiten - wie Wechsel- oder Online-Unterricht - mussten gesucht werden. Das lässt ein wenig verstehen, wie schwer es für Kinder und Jugendliche war, durch die Zerstörungen im Krieg, z. B. die eingestürzte Pfaffendorfer Brücke, nicht mehr die Schule besuchen zu können. Diese Bildungsnot bewog Eltern, Schönstätter Marienschwestern in Vallendar um Unterricht für ihre Töchter zu bitten. Pater Kentenich sah darin einen „Wink Gottes“ und setzte mit der Gründung der Schule in der Wildburg ein Hoffnungszeichen.

Windräder waren das Symbol; denn die nachgeholte Feier sollte zum Ausdruck bringen, dass die Schönstätter Marienschule durch das „Miteinander fair leben“ viel bewegen möchte.

Jede Schülerin bastelte aus einem Schnellhefter, der im Müll gelandet wäre, ein Windrad. Und jede Klasse stellte ein Klassenwindrad her.

Am Morgen der Jubiläumsfeier begaben sich die Schülerinnen der 5. bis 10. Klassen mit ihren Windrädern auf den Schulhof. Dort erlebten sie mit Jörg Michael Weihbischof Peters aus Trier einen bewegenden Wort-Gottesdienst. In seiner Ansprache verknüpfte er das Motto und Symbol mit dem Evangelium vom Hauptgebot der Liebe: Gott lieben, seinen Nächsten und sich selbst. In der Klasse fair zu sein, setze eine Haltung voraus, zu der man sich entscheiden müsse. Dazu seien Vorbilder wichtig. Es tue gut, Fairness zu erleben. Diese habe eine Wirkung auf das Miteinander der Menschen. Gott lade zur Achtsamkeit ein, auch im Blick auf das eigene Leben, die Privatsphäre. Es sei fair von Gott, dass er uns zuerst Jesus geschenkt hat; an ihm könne man Gottes- und Nächstenliebe ablesen.

Nach dem Segen endete für fast alle jüngeren Schülerinnen der Schulvormittag.

Die Klassensprecherinnen, die Oberstufenschülerinnen und die Lehrer machten sich auf den Weg zur Pilgerkirche, wo sie mit dem Weihbischof und einigen Gästen Eucharistie feierten. Diese wurde wieder festlich umrahmt vom Musikensemble unter der Leitung von Frau Jocks. In seiner Predigt griff Weihbischof Peters die Lesung vom Schöpfungsbericht und das Evangelium vom Hauptgebot der Liebe auf. Er führte aus, dass wir unseren Platz auf dem blauen Planeten haben, Teil des „Menschenhauses“ (Papst Franziskus) sind. Für den Umgang damit müssten wir einmal Rechenschaft geben. Als beseelte Menschen bräuchten wir das übernatürliche Leben, geschenkt in der Taufe und symbolisiert im Windrad. Um in Bewegung zu kommen, müsse das Windrad einem anderen Element – Wind, Sturm – ausgesetzt werden. Als Getaufte könnten wir unseren Glauben nicht einfach wie eine Jacke in der Schule lassen; vielmehr sollten wir uns mit der Botschaft des Glaubens in die Welt hineinbewegen. Gott gehe fair mit uns um; denn er habe uns Freiheit gegeben, unserem Leben Gestalt zu geben, er habe uns nicht einfach ausgesetzt, sondern begleite uns und helfe uns, das Liebesgebot – den fairen Umgang – zu leben. Das schließe ein, die Menschen rechts und links von mir wahrzunehmen, nicht nur die Menschen zu lieben, die ich mag, sondern jedem Menschen gut sein zu wollen.

Nach der heiligen Kommunion übereignete Sr. M. Gabriele, die Schulleiterin, die Schulgemeinschaft in einem Gebet der Sorge der Gottesmutter.

Während es bei den Gottesdiensten trocken geblieben war, regnete es auf dem Rückweg zur Aula der Schule, wo der Festakt stattfand. Nach sprechenden Bildern aus der Schulgeschichte begrüßten Schulleiterin Schwester M. Gabriele und Realschulrektorin Jennifer Weber die Gäste, u.a. Weihbischof Peters, Sr. Marisa und Sr. M. Antonja als Vertreterinnen des Schulträgers, Vertreter aus der Politik und von der Schulbehörde.

In ihrer Ansprache schlug Sr. Marisa eine Brücke von den gegenwärtigen schulischen Herausforderungen in der Coronakrise zu den Schwierigkeiten am Schulbeginn. Sie dankte allen, die von außen der Schule immer wieder Schwungkraft geben und würdigte den großartigen pädagogischen Einsatz der Lehrpersonen. Diese verglich sie mit großen Windrädern, die die Schülerinnen – die kleinen Windräder – angemessen in Bewegung setzen.

Mit einem anmutigen Klavierstück von Nisa Baykara folgten Grußworte der Schülersprecherinnen, von Hendrik Immel von der ADD als Schulbehörde, der auch die Glückwünsche der Bildungsministerin überbrachte. Mit ihrer rhythmischen Sportgymnastik boten Darleen und Laurice Reinermann einen meisterhaften Auftritt, bevor Politiker zu Wort kamen.

Bernd Dobkowitz, der erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Vallendar, gratulierte im Auftrag des Verbandsbürgermeisters, Anita Herr sprach in Vertretung des Stadtbürgermeisters.Lea und Hanne Wächter schlossen mit dem schönen zweistimmigen Lied die Redebeiträge ab. Schwester M. Gabriele und Frau Jennifer Weber sprachen herzliche Dankesworte und luden zu einem bunten Imbiss auf dem Schulhof ein.

Jörg Michael Weihbischof Peters mit Schülerinnen und ihren Windrädern.

Jörg Michael Weihbischof Peters mit Schülerinnen und ihren Windrädern.

Die Schulgemeinschaft bildete anlässlich des Jubiläums das Schullogo.Foto: privat

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