„Wir gegen Rassismus“ am Rhein-Wied-Gymnasium
Miteinander statt übereinander reden
Jugendaktion will Vorurteile abbauen und Zivilcourage fördern
Neuwied. Als Reaktion auf wachsende rassistische Tendenzen in der Gesellschaft wurde im Jahr 2017 in Neuwied die Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier gegründet. Die Organisation setzt sich für Vielfalt, Miteinander und Demokratie ein und möchte junge Menschen für die unterschiedlichen Facetten dieses Themas sensibilisieren. So geht die Gruppe auch an Schulen und besuchte nun zum wiederholten Mal das Rhein-Wied-Gymnasium in Neuwied. Christopher Hoffmann, katholischer Theologe im Pastoralen Raum Neuwied und Mitbegründer der Aktion, folgte der Einladung von Lisa Greve, Lehrerin am Rhein-Wied-Gymnasium und war in zwei Klassen der neunten Jahrgangsstufe zu Gast. Hier erzählten Mariyam und Ahmad, zwei ehrenamtliche Mitglieder von „Wir gegen Rassismus“ und ehemals selbst Schüler am RWG, welche rassistischen Erfahrungen sie in ihrem Alltag erleben mussten. Ihre sehr persönlichen Schilderungen lösten bei den äußerst aufmerksamen Schülerinnen und Schülern große Betroffenheit aus und in einem intensiven Austausch konnten auch sie eigene Erlebnisse und Gedanken zum Thema Rassismus und Mobbing einbringen. „Es ist immens wichtig miteinander im Gespräch zu bleiben und nicht übereinander zu reden“, betont Christopher Hoffmann, der sich darüber freut, dass sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund in dem Workshop begegnen können, um Vorurteile abzubauen und Zivilcourage zu fördern. Neben den Diskussionsrunden war erneut auch die Ausstellung von „Wir gegen Rassismus“ im Schulgebäude zu sehen, die prominente Personen wie Michael Patrick Kelly, Kai Kazmirek oder Charlotte Knobloch mit Statements gegen Rassismus zeigt und auch viele Neuwieder Jugendliche auf den insgesamt über 20 Leinwänden zu Wort kommen lässt, um Mut zu machen, sich gegen Rassismus zu engagieren.Pressemitteilung
„Wir gegen Rassismus“ -
Bistum Trier
