Tätigkeitsbericht des DRK-Ortsverein-Mendig e.V. für das Jahr 2016
Mitgliederzahl steigt wieder
Auch die Anzahl der Blutspender ist zum Vorjahr wieder angestiegen
Mendig. Die letzte Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsverein (DRK-OV) -Mendig e.V. fand am Freitag, 12. Februar 2016 statt. Von diesem Zeitpunkt an gibt es folgendes zu berichten:
„Rock am Ring“
Es war ein fast ganz normales Jahr. Außer den satzungsgemäßen Aufgaben gab es viele große und kleine Ereignisse und neue Aufgaben kommen auf den DRK-OV zu. Mit seinem Einsatzgebiet betreut der Verein nicht nur die VG-Mendig sondern übernimmt in der Zukunft auch das Einsatzgebiet in der Gemeinde Nickenich. Höhepunkt war sicher wieder das Großereignis „Rock am Ring“ hier auf dem Flugplatzgelände. In diesem Jahr fing schon alles sehr nass an. Die Garagendächer waren eine Woche zuvor bei einem Hagelunwetter undicht geworden und Nässe tropfte auf die gelagerten Einsatzmaterialien. Mit einer großen Hilfs-Aktion der DRK-Aktiven wurden die nassen Materialien im Saal zur Trocknung ausgebreitet. So konnte alles gerettet werden. Dann kam der Event mit noch mehr Regen und endete im Schlamm. Einen Tag früher als geplant wurde die Veranstaltung beendet. Das gab für den OV natürlich noch mehr Arbeit, die gut bewältigt wurde. Inzwischen weiß man, dass in der Zukunft der DRK Kreisverband Ahrweiler vermutlich die Leitung des Sanitätseinsatzes wieder schultern darf.
Im Dezember haben das DRK- Integrationsbüro und einige Helfer von gemeinsam mit den Helfern der evangelischen Kirche für die Flüchtlinge eine kleine Weihnachtsfeier organisiert und durchgeführt. Viele nahmen das Angebot an und verbrachten hier im DRK-Saal ein paar schöne Stunden.
Blutspender weiterhin gesucht
Es wurden insgesamt vier Blutspendetermine in 2016 mit insgesamt 542 Spendern durchgeführt. Das sind erfreulicherweise 68 Blutspender mehr, als 2015. Aber das ist immer noch weit entfernt von mehr als 650 Spendern, die sonst normal waren. Daher muss weiter geworben werden, denn die Blutspenderzahlen bleiben im Abwärtstrend und dass nicht nur in Mendig.
Es werden mehr denn je neue Erstspender gesucht, damit der steigende Blutbedarf weiterhin gedeckt werden kann. Hier sind ganz besonders die jüngeren Generationen gebeten doch zum Blutspenden zu kommen. Seit dem ersten Termin am 22. November 1962 bis zum letzten Termin im Jahre 2016 haben 28.719 Menschen hier in Mendig ihr Blut gespendet. Ein herzliches Dankeschön an alle Spender.
2016 haben wir 16 Blutspender geehrt, von denen sieben Spender zehn; fünf Spender 25; ein Spender 50, ein Spender 75-mal, und zwei Spender 100-mal Blut gespendet haben. Ihnen wurden Urkunde, Nadel und von ein Weinpräsent oder ein Geburtstagskalender mit heimatlichen Motiven von Otti Schäfer-Hatzing überreicht. Die Bastelgruppe traf sich regelmäßig im DRK-Heim und führte ihren traditionellen Basar durch. Trotz drei weiterer Kaufveranstaltungen im Ort kamen glücklicherweise genügend Besucher und überzeugten sich von der hohen Qualität der Angebote. Inzwischen gibt es auch ein großes Angebot von Gewürzkräutern, selbsthergestellten Leckereien wie Marmelade, Kekse, gebrannte Mandeln oder Liköre. Dadurch konnte die Bastelgruppe wieder einen erfreulichen Betrag für das Konto erwirtschaften.
Das Jugendrotkreuz erzielte auch im letzten Jahr einige Erfolge. Die Zahl der Kinder ist mit 32 gegenüber 2015 um zwei Kinder gesunken. Die Kinder und Jugendlichen wurden in zwei Gruppen betreut. Stufe 1: von sechs bis zehn Jahren und Stufe 2: von elf bis 16 Jahren. Aber Jugendarbeit wird immer schwerer, denn die Ansprüche steigen sehr. Erfreulicherweise zeigt inzwischen ein Teil der Eltern wieder mehr Interesse an der Arbeit des DRK und unterstützen den Verein, wenn Hilfe gebraucht wird. Die beiden Gruppenstunden finden zentral freitags von 18 bis 19 Uhr statt. Durch die Arbeitszeiten der Gruppenleiter und die Ganztagsschulen ist dieser Termin für alle günstiger.
Lob und Anerkennung gelten ebenso den 927 inaktiven Mitgliedern. Die Zahl ist verglichen mit 2015 wegen der Mitgliederwerbung um 118 Fördermitglieder gestiegen. Die Fördermitglieder resultieren aus den Bewohnern unserer Stadt Mendig sowie den Gemeinden Thür und Bell, die durch ihren Mitgliedsbeitrag den Ortsverein, den Kreisverband und den Landesverband unterstützen. Hier muss weiterhin kräftig um neue Mitgliederwerbung geworben werden. Denn es gab vor ein paar Jahren noch über 1.000 Mitglieder. Die Fördermitglieder bilden die finanzielle Basis.
Ein ganz besonderes Lob gilt der Rotkreuzgemeinschaft. Ist sie doch das Aushängeschild. Sie ist an vielen Stellen aktiv.
Die erweiterte Frauengruppe war auch im Jahr 2016 sehr rege. Lob und Anerkennung gelten ihr für die gute Zusammenarbeit mit dem aktiven Dienst, wie auch der Leitung des Jugendrotkreuzes.
Insgesamt wurden in allen Arbeitskreisen und dem Vorstand rund 114 Helferinnen und Helfer sowie JRK`ler beim Kreisverband gemeldet. Das sind erfreulicherweise zwei mehr als 2015.
Statistik 2016
Der Vorstand wünscht sich weiterhin eine Führungsgruppe, die die Helfer für die Rotkreuzarbeit begeistern kann. Ebenso sind Helfer erwünscht, die auch gerne bereit sind sich den ehrenamtlichen Aufgaben zu stellen und nicht nur zu den gemütlichen Terminen erscheinen. Es ist nach wie vor sehr wichtig, dass junge Menschen neu für den Verein gewonnen werden. Hier sollte ein jeder mithelfen, denn die beste Werbung ist immer noch das persönliche Gespräch. Die Statistik sieht für 2016 wie folgt aus aufgeteilt nach Typ, Dienste, Helfer-Stunden:
Ausbildung: 20, 554,50
Bastelgruppe: 28, 821
Blutspende: 6, 510,50
Jugendrotkreuz: 52, 3.301
Sanitätsdienst: 69, 1.344,50
Schnelleinsatzgruppen: 20, 214
Sonstiges: 25 255
Soziales: 4, 109
Technischer Dienst: 22, 415
Verpflegung: 34, 761
Vorstand &Verwaltung: 21, 139,50
Gesamt: 301, 8.425
Bei acht Stunden Tagesarbeit ergibt das 1.053 Arbeitstage. Das sind 93 mehr als 2015. Allen, die zu diesem guten Ergebnis beigetragen haben, ein herzlichster Dank.
Viele Ausbilder aus dem OV leisten für den Kreisverband wertvolle Arbeit. Sie sind das ganze Jahr damit beschäftigt innerhalb des Landkreises ihre Lehrtätigkeit auszuüben. Das DRK-Haus ist eines der Ausbildungszentren für den Kreisverband. Zudem ist bei den meisten Teilnehmern der Verpflegungsservice, der hier angeboten wird, sehr beliebt. Auch die DRK - Sozialstation, die hier in Mendig ihren Pflegestützpunkt in der Brunnenstraße betreibt, führt Seminare beim DRK durch. Es werden zum Beispiel Infoserien für Betroffene von Alzheimer- und Demenzerkrankten und Seminare für die Kranken- und Altenpflege angeboten. Regelmäßige Treffen für Selbsthilfegruppen finden statt. Jede Woche gibt es mittlerweile zwei Betreuungsnachmittage für Alzheimer-Erkrankte. Alle zwei Wochen finden ein Spielenachmittag und zwischendurch auch noch Tanzkurse statt. Immerhin hatten der DRK-OV gemeinsam mit dem Kreisverband in 2016 rund 296 Termine in Saal oder Gruppenraum. Wenn man bedenkt, dass es im Jahr 365 Tage gibt, war das fast jeden Tag ein Termin im DRK-Haus.
Nun zurück zu weiteren Zahlen. Die Statistik über geleistete Stunden wird natürlich im PC geführt. Diese Statistik wird immer Lücken haben, aber sie zeigt dennoch einen Trend an. In 2016 haben folgende Damen und Herren im Verein mindestens 100 Einsatzstunden geleistet aufgeteilt nach Name, Vorname, Dienste, Stunden:
Loch, Ursula 21, 103,5
Lung, Luca 35, 105
Stollenwerk, Franziska 22, 109
Charlier, Gerd 21, 110,5
Schelsky, Lea 31, 112
Kaul, Hildegard 21, 114
Schelsky, Sarah 31, 116
Emmerich, Tanja 23, 127
Kahl, Renate 34, 138,5
Heuft, Robert 34, 139
Emmerich, Nick 30, 142
Minz, Stefan 37, 142
Blum, Duncan 24, 144
Blum, Samina 27,147
Montermann, Lola 33, 153
Schneider, Brian 35, 155
Netten, Anna-Lena 36, 156
Emmerich, Marco 34, 166,5
Spitzley, Ursula 40, 169
Cirillo, Angelina 32, 172
Fuhrmann, Elena 38, 175,5
Kossmann, Michelle 41, 194
Gerharz, Michael 32, 208,5
Krämer, Diana 46, 220
Dietrich, Edith 48, 223,5
Löhr, Ralf 48, 225,5
Keip, Benjamin 35, 233
Müller, Magnus 63, 268,5
Schmitt, Désiré 66, 282
Fischer, Philip 67, 301,5
Spitzley, Lothar 83, 331
Paulissen, Joshua 78, 374
Euskirchen, Philipp 79, 388
Zusammen haben diese 33 von insgesamt 83 erfassten Personen 6.146 Stunden oder 73 Prozent der geleisteten Gesamtstunden im Verein erbracht. Hierbei nicht erfasst sind die Stunden die der eine oder andere bei den Vorbereitungen bei sich zu Hause oder beim Kreisverband leistet. Wie man sieht, ist die Arbeit auf eine relativ breite Basis verteilt. Dies ist auch wichtig, wenn ein Vereinsleben funktionieren soll. Aber wie man erkennen kann, ist immer noch genügend Luft nach oben vorhanden. Aber auch ein kleiner Kritikpunkt sollte an dieser Stelle genannt werden dürfen. Das „wir - Gefühl“ sollte idealerweise bei allen Mitgliedern herrschen. Es gibt immer noch einzelne Mitglieder, die sprechen oft von „ihr solltet mal“ anstatt von „wir sollten mal“. Für einen Verein sind die Gemeinsamkeit und die Mitverantwortung überlebenswichtig.
Auch sollte man bei all den momentanen Erfolgen nicht nur blauäugig in die Zukunft schauen. Viele der Aktiven gehen auf die 70 zu oder haben diese bereits überschritten. Mit einer solchen Truppe kann nicht mehr jeder Einsatz durchgeführt werden. Jetzt ist es an der Zeit, dass neue Generationen Verantwortung übernehmen sollten.
Der DRK-OV ist froh, dass man einen Anfang geschafft hat. Andre Müller und Andy Paulissen gilt hier Lob und Anerkennung für ihre Arbeit. Dem OV fehlen noch ein Vorsitzposten sowie Verantwortliche für die Organisationen der Blutspendetermine und der Verpflegung. Es wäre schade, wenn diese Aufgabenfelder aufgegeben werden müssten. Sind sie doch wichtige Bestandteile der Finanzierung des Vereins.
