Der Lions-Club Remagen und die Linzer Köbese luden zum Benefizkonzert in die Stadthalle
Mitreißende Musik zum Tanzen und Singen
Vier Bands spielten zugunsten der Linzer Tafel und des Bruchhausener Reitvereins
Linz. Mit der Veranstaltung „4 Bands in Concert“ kam bereits die dritte Auflage des von der „Ton-Band 20.11“ initiierten Benefizkonzertes auf die Bühne der Linzer Stadthalle. Mitreißende Musik zum Tanzen und Mitsingen, die unterschiedlicher nicht sein könnte, aber trotzdem das Lebensgefühl mehrerer Generationen widerspiegelt, versprachen neben den Folk- und Rock-Musikern um Günter Wragge aus dem Raum zwischen Bad Honnef und Linz zudem das Linzer Duo „Brackelsberger & Müllenschläder“, die Stadtsoldaten-Band „Uhles Underground“ um Frontman Jan Eric Burkard und die Bonner Band „SoulCake“. „Wie schon bei der ersten Auflage 2014 mit den Bad Honnefer ‚Blueshuntern‘ ist auch dieses Mal ein Teil des Erlöses für die 2010 ins Leben gerufene ‚Linzer Tafel‘ bestimmt“, die im Bereich Unkel-Linz sozial und wirtschaftlich benachteiligte Menschen unterstützt, die Sozialleistungen oder eine geringe Rente erhalten“, erklärte die Präsidentin des Lions Club Remagen, Edith Rohrbeck. Diese größte und effizienteste Hilfsorganisation der Welt, deren 1,4 Millionen Mitglieder weltweit in 205 Ländern aktiv sind, veranstaltete wieder zusammen mit den Linzer Köbesen das Konzert. „Unter dem Motto ‚We serve‘ sehen wir unsere Aufgaben darin, dort helfend einzugreifen, wo das soziale System des Staates nicht helfen kann. Dabei setzt sich unser im Juni 2010 gegründeter Club besonders für die Förderung sozialer und kultureller Projekte in der Region ein“, so Edith Rohrbeck. Entsprechend geht der andere Teil des Konzert-Erlöses wieder an den 2007 gegründeten Reitverein Bruchhausen, der einen wesentlichen Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Arbeit auf die Integration behinderter Menschen legt. „Ich habe mich selber darüber informiert, das den Beeinträchtigten ermöglicht wird, intensive Kontakte innerhalb der Gemeinschaft zu knüpfen und zudem enge Beziehungen zu den Pferden aufzubauen“, berichtete die Präsidentin, die sich freute stellvertretend Silke und Mike Hentschel vom Reitverein sowie Walter Dötsch und Dieter Korf von der Tafel begrüßen zu können. Ihr besonderer Dank galt dem Hausherrn und Schirmherrn, Stadtbürgermeister Hans Georg Faust, der vom Beigeordneten Karl-Heinz Wölbert vertreten wurde, ihrem Club-Kameraden Günter Wragge und ihrer Nachfolgerin, der 1. Vize-Präsidentin Ulrike Jossen, für die Organisation des Konzertes, sowie den Linzer Köbesen, die als Kellner in urkölschem Ornat mit der Verpflegung der Konzertgäste ihrem Namen alle Ehre machten.
Musik vom Feinsten
„Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an“, überließ Edith Rohrbeck der „Ton-Band 20.11“ die Bühne, die sofort mit John Fogerty, dem Frontman der Rockband „Creedence Clearwater Revival“, die berechtigte Wochenend-Frage stellte: „Who’ll Stop The Rain!“ Auch wenn das Aprilwetter nun wirklich zum „Run runaway“ war, der Aufforderung nach „Slade“, der Glam- und Hard-Rock-Band aus den englischen Midlands, folgte das Publikum keineswegs. Begeistert harrte es aus, folgte der „Ton-Band 20.11“ über die „Country-Roads“ bis nach West-Virginia, so dass sich nicht nur Günter Wragge wie der „Lucky Man“ von Emerson-Lake & Palmer fühlte, nachdem die Musiker mit Unterstützung von „Reitern“ aus Bruchhausen „I’m leavin‘ on a jet plane“ intoniert hatten. „Das mit dem ‚I don’t know when I’ll be back again‘ stimmt so heute nicht. Beim großen gemeinsamen Finale werden wir mit den anderen Bands wieder hier auf der Bühne stehen“, verriet Günther Wragge. Und die Halle verlassen, würden er und seine Band-Kollegen in der Zwischenzeit auch nicht. Sonst hätte der zweite Vizepräsident der Lions auch verpasst, wie sich das von seiner Band begründete „Wunderkerzen-Feeling“ nahtlos bei eigenen Interpretationen von Brackelsberg & Müllenschläder, etwa des Simon&Garfunkel-Hits „Brigde over troubled water“ fortsetzte, bevor „Uhles Underground“ das Konzert mit Eigenkompositionen und Kölsch Rock alla „Cat ballou“ die Stadthalle in eine „Achterbahn“ verwandelte. All das, vor allem aber die erheblich sanfteren Soul-Töne der Bonner Band, bekam die zukünftige Präsidentin Ulrike Jossen an der Bon-Kasse nur aus der Entfernung mit. „Auch wenn wir Lions-Club Remagen heißen, aktiv sind wir rechts und links vom Rhein“, so die Rheinbreitbacherin. Entsprechend nenne sich der Förderverein auch „Remagen-Unkel“, beziehungsweise „Brücke von Remagen“ und das Vereinslokal, das „Kleine Schulz“ sei ja auch rechtsrheinisch in Unkel gelegen. „Es ist unser erklärtes Ziel, die Menschen auf beiden Seiten des Flusses einander näher zu bringen und den Rhein nicht als Hindernis sondern als verbindende Gemeinsamkeit zu sehen“, erklärte Ulrike Jossen, während sich auf der Bühne die Musiker zum großen Finale der Veranstaltungen formierten, die als dritte Auflage nach rheinischer Interpretation längst zum Brauchtum zählt. DL
Wie in den beiden ersten Auflagen waren die Musiker der „Ton-Band 20.11“ maßgeblich an dem Konzert beteiligt.
