Allgemeine Berichte | 24.06.2019

Senioren aus dem Buchfinkenland gingen auf „Kreuzfahrt“

Mitsingen war an Bord erwünscht

Mit Kapitän Manfred Kessler stachen rund 70 Senioren im Ignatius-Lötschert-Haus in See. Foto: privat

Horbach. Immer ist etwas los bei den „555ern“ im Buchfinkenland: Jetzt gingen die Senioren aus dem Buchfinkenland und angrenzenden Gemeinden sogar gemeinsam auf „Kreuzfahrt“. Mit Kapitän Manfred Kessler vom Chapiteau-Theater startete die Sonderfahrt, nachdem alle Passagiere im Gesellschaftsraum des Ignatius-Lötschert-Hauses eine „Bordkarte“ erhalten hatten.

Doch vor dem Reisebeginn war ein Landgang angesetzt, bei dem mindestens 555 Schritte zurückzulegen waren. Egal ob mit Stock, Rollator oder Rollstuhl: Alle, die wollten, waren miteinander unterwegs. Und das, nachdem der Regen kurz vorher aufgehört hatte, bei optimalen Bedingungen. Während des Spaziergangs stimmten sich die Senioren schon auf die bevorstehende „Kreuzfahrt“ ein, wurde über Erlebnisse und Erfahrungen auf hoher See ebenso wie mit dem Paddelboot auf dem nahen Herthasee berichtet.

Kapitän Graubär und Frau Putzbach

Zurück im Seniorenzentrum hatte sich der schöne Gesellschaftsraum durch den Einsatz vieler helfender Hände schon in ein „Kreuzfahrtschiff“ verwandelt, wenn auch nur als Theaterkulisse.

So stach Manfred Kessler mit seiner unterhaltsamen Theatershow mit den Besuchern in See, denn: „Ihr Westerwälder seid reich an Fantasie“, so der Schauspieler.

Die war aber gar nicht nötig, als sich Kessler mal als Kapitän Graubär, dann als Reinigungsfachkraft Frau Putzbach und dann wieder als Entertainer Rudi mit Akkordeon präsentierte.

Er sang viel, und die alten Lieder aus den 1950er- und 1960er-Jahren konnten alle an Bord mitsingen. Besonders galt das für den „Herrn Direktor“ in der ersten Klasse, den Kessler in Person von Ludwig Labonte als Ehrenvorsitzenden des MGV Cäcilia Horbach gefunden hatte. Aber auch die Passagiere der zweiten und dritten Klasse bekamen ihr Fett weg.

Der musikalische Kapitän sorgte bei den mitsingenden „555ern“ für Heiterkeit, mal reimend, dann wieder ein bisschen zaubernd und vor allem singend. Die Schlager jener Zeit hatte Kessler geschickt in seine Geschichten und Erzählungen eingebunden, zum Beispiel „Oh pardon, sind Sie der Graf von Luxemburg?“, „Capri-Fischer“ und „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“. Viele sangen mit, auch beim finalen „Eine Seefahrt, die ist lustig“.

Thema „Kreuzfahrt“ regte auch zum Nachdenken an

Eine Seefahrt macht aber auch in dieser musikalisch-theatralischen Form hungrig, weshalb der bis auf den letzten Platz besetzte Saal nach knapp einer Stunde nach frischem Kaffee und Kuchen duftete. Viel Wissenswertes rund um die Schifffahrt erfuhren die fast 70 „Passagiere“ dann beim themenbezogenen Quiz von Franz-Josef Jung, so die Tatsache, dass in das größte Passagierschiff mit 6.870 Plätzen alle Einwohner des Buchfinkenlandes mehr als dreimal hineinpassen würden.

Angesichts der mit den weltweit derzeit fast 300 Kreuzfahrtschiffen verbundenen großen Umweltbelastungen führte die Zahl von 2,3 Millionen Deutschen, die derzeit jährlich auf Kreuzfahrt gehen, auch zu Kopfschütteln. „Das ist eine Umweltsünde und gehört in diesen Dimensionen verboten“, meinte einer der Anwesenden kritisch. Er war in der noch lange dauernden Kaffeerunde nicht der einzige, der sich über diese Auswüchse des grenzenlosen Tourismus seine Gedanken machte. Eine hochbetagte, aber geistig noch wache Dame meinte: „Wenn jetzt freitags schon die Kinder für das Klima auf die Straße gehen, weshalb sollten wir Alten da zurückstehen?“

Projektleiter Uli Schmidt freute sich, dass sowohl viele Bewohner aus dem Seniorenzentrum sowie aus dessen Tagespflege gekommen waren, aber auch zahlreiche „Ü80-Senioren“ aus den Buchfinkengemeinden und darüber hinaus.

Als die letzten Passagiere das „Schiff“ verlassen hatten, freuten sich alle auf das nächste Treffen der 555er am Mittwoch, 3. Juli, in Form des jährlichen „Wald-Cafés“ – wieder an einem besonders schönen Platz im südlichsten Westerwald.

Mit Kapitän Manfred Kessler stachen rund 70 Senioren im Ignatius-Lötschert-Haus in See. Foto: privat

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