Kooperationsvertrag unterzeichnet
„Mobile Jugendarbeit“ in Alfter
Rhein-Sieg-Kreis. Die Familienstrukturen sind lange nicht mehr so eng wie sie früher einmal waren. Jugendliche benötigen und suchen insbesondere im Ablösungsprozess vom Elternhaus Orientierungspunkte. Um die Jugendlichen in dieser Phase ihres Lebens zu stärken, haben sich das Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises, die Gemeinde Alfter und die Katholische Jugendagentur Bonn gGmbH (KJA) zusammengetan und eine Kooperationsvereinbarung ausgearbeitet: Ein mobiles Angebot der Offenen Kinder- und Jugendarbeit soll hier die Arbeit der vorhandenen Kinder- und Jugendtreffs abrunden. Mit niedriger Zugangsschwelle können somit Beratung und Unterstützung sowie auch Freizeitmöglichkeiten im öffentlichen Raum geboten werden. Thomas Wagner, Jugenddezernent des Rhein-Sieg-Kreises, unterzeichnete heute die Vereinbarung gemeinsam mit Dr. Rolf Schumacher, Bürgermeister der Gemeinde Alfter, und Rainer Braun-Paffhausen, Leiter der Katholischen Jugendagentur Bonn gGmbH. Sie tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft und ist die Basis für das Mobile Angebot, das unabhängig von Geschlecht, Nationalität und Lebenslage ist. Der Schwerpunkt der Tätigkeit wird in den Ortsteilen Impekoven mit Nettekoven und Ramelshoven, Gielsdorf und Volmershoven mit Heidgen liegen. Das Ziel der Mobilen Jugendarbeit ist es, niedrigschwellige, vertrauliche, freiwillige und sozialraumorientierte Freizeit- und Unterstützungsangebote für Kinder und Jugendliche zu schaffen. So sollen individuelle Handlungskompetenzen zur eigenverantwortlichen Lebensführung gestärkt werden, und das mit Abstand zu den Zwängen der Gesellschaft und dem Leistungsdruck der Schule, die das Lernen oftmals erschweren. Auch gehört es zu den Aufgaben, Orientierungshilfen in verschiedenen Lebenslagen und bei Alltagbewältigung und Konflikten zu bieten, Ängste gegenüber Hilfsangeboten und Freizeitangeboten abzubauen sowie in bestehende Hilfesysteme zu vermitteln. Die Mobile Jugendarbeit will Plattform für die eigenen Ideen der Kinder und Jugendlichen sein und auch bei der Freizeitgestaltung unterstützen, damit diese in Zukunft auch ohne pädagogische Betreuung klappt. „Das ist das erste mobile Angebot in der offenen Kinder- und Jugendarbeit in unserem linksrheinischen Jugendamt. Damit erreichen wir sicherlich viele Kinder und Jugendliche aus Alfter, die sich von diesem Angebot angesprochen fühlen und bereichern lassen. Für den kreisangehörigen ländlichen Raum ist es wichtig, dass wir vor Ort präsent sind, um ein passendes Freizeit- und Unterstützungsangebot vorzuhalten“, erklärt Jugenddezernent Thomas Wagner.
Pressemitteilung
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