Allgemeine Berichte | 16.11.2021

Mobiles Fluthilfe-Team

V.l.: Pfarrerin Claudia Müller-Bück, Marion Schaefer, Geschäftsleitung Diakonie, Ulrich T. Christenn von der Diakonie Katastrophenhilfe sowie die Mitglieder des Mobilen Fluthilfe-Teams.Foto: privat

Region. Zeit heilt alle Wunden heißt es. Doch zur Bewältigung der Folgen der Starkregenflut im Juli im Einzugsgebiet der Träger-Kirchengemeinden des Diakonischen Werks Bonn und Region genügt die Zeit alleine nicht. Nachdem die Phase der Akuthilfen zu Ende ist, braucht es langfristige Unterstützung, die an dem Bedarf der Betroffenen orientiert ist. Das Diakonische Werk Bonn und Region bietet mit den Mitteln der Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland-Westfalen-Lippe und mit Unterstützung der Landeskirche diese Hilfe an: Zum 1. Oktober wurde ein Mobiles Fluthilfe-Team aufgestellt, das vor Ort aktiv ist.

Die Liste der Themen und Probleme der Menschen in Swisttal, Rheinbach und Meckenheim, die mit den Folgen des Flutwassers zu kämpfen haben, ist lang und vielfältig. Vorrangig geht es um finanzielle Absicherung, Fragen zu Versicherungsleistungen, Zugang zu Spendenmitteln, aber auch um Traumabewältigung, Erarbeitung von individuellen Perspektiven und das Schaffen neuer Strukturen.

Das Diakonische Werk Bonn und Region antwortet auf diese Herausforderungen mit einem multiprofessionellen „Fluthilfe-Team“, das räumlich direkt in den Flutgebieten im Bereich der Träger-Kirchengemeinden verortet ist. Insgesamt gibt es vier Vollzeitstellen, die den betroffenen Menschen Rat und Hilfen anbieten. In enger Abstimmung mit den Diakonie-Kolleginnen und -Kollegen, die schon seit vielen Jahren soziale Beratung im Auftrag der evangelischen Kirchengemeinden anbieten, sind diese speziellen Hilfen abrufbar. Gesucht wird noch ein Bausachverständiger, eine Bausachverständige. Bis die Person gefunden ist, werden für die Menschen externe Dienstleister beauftragt. „Die Stellen sind zunächst auf zwei Jahre angelegt und markieren den Übergang von den Sofortmaßnahmen direkt nach der Katastrophe hin zu einer mittel- und langfristigen Unterstützung der Betroffenen in der Region. Finanziert werden sie aus Spendengeldern für die Opfer der Flutkatastrophe“, berichtet Ulrich T. Christenn, Leiter des Zentrums für Drittmittel der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe.

Neben den vier inhaltlichen Vollzeitstellen finanziert die Landeskirche eine weitere Vollzeitstelle für Koordination, Seelsorge und psychologische Betreuung, die im Flutgebiet für die Kirchengemeinden sowie für den Kreis Euskirchen aktiv ist. Diese Stelle wird vorerst für ein Jahr befristet. Pfarrerin Claudia Müller-Bück wird hier ein Viertel der Stunden übernehmen und diese Arbeit ergänzend zu ihrer Tätigkeit in der Kirchengemeinde leisten. Außerdem wird noch eine Kraft gesucht, die psychologische Unterstützung in Teilzeit bieten könnte.

Weitere mobile Fluthilfe-Teams werden unter anderem in Euskirchen und im Ahrtal eingesetzt. „Wir sind sehr froh, dass wir unseren Träger-Kirchengemeinden in diesen schwierigen Zeiten mit Rat und Tat zur Seite stehen können - einmal konkret mit dem Mobilen Fluthilfe-Team, aber auch mit unseren Verbandsstrukturen, die wir im Netzwerk mit anderen Trägern sowie mit den Kommunalgemeinden einbringen. Damit behalten wir stets die aktuelle Situation im Blick und können bei Bedarf unsere Angebote zeitnah anpassen.“ ist Marion Schaefer dankbar.

V.l.: Pfarrerin Claudia Müller-Bück, Marion Schaefer, Geschäftsleitung Diakonie, Ulrich T. Christenn von der Diakonie Katastrophenhilfe sowie die Mitglieder des Mobilen Fluthilfe-Teams.Foto: privat

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