Allgemeine Berichte | 22.01.2018

Gute Neuigkeiten aus dem Tierheim Mayen

Mochi - sie macht wahnsinnige Fortschritte

Mochi ist auf einem guten Weg und wird so langsam zutraulicher. privat

Mayen. Die Gassigängerin, Rosi W. kommt fast täglich ins Mayener Tierheim und kümmert sich intensiv um die scheuen und ängstlichen Hunde. Dass sie dafür ein Händchen hat, hat sie mehrfach beweisen können. Liebe Rosi wir danken dir von Herzen für deine wertvolle Arbeit und hoffen, dass du uns und vor allem den Tieren noch lange treu sein wirst! Im April vergangenen Jahres kam die ca. 8-jährige Hündin aus Spanien zu uns – als Straßenhund, der noch nie menschliche Nähe genoss. Wir dachten anfangs, ihre Scheu würde sich die ersten Tage legen, und sie würde Vertrauen zu uns aufbauen, aber Mochi bewies uns das Gegenteil und blieb viele Wochen und Monate und auch heute noch sehr skeptisch uns Menschen gegenüber.

Sie lief die erste Woche nur Kreise im Außengehege und suchte Schlupflöcher, um entkommen zu können. Sie versuchte sogar, die Zäune hochzuklettern, so sehr war sie in Panik. Das Hundehaus hat sie in unserer Anwesenheit nie betreten, sie wurde, wenn die anderen Hunde drinnen gefüttert wurden, draußen versorgt. Erst nach rund einer Woche wagte sie sich hinein, nur wenn wir außer Sichtweite waren.

Es dauerte Monate, bis sie ins Hundehaus kam, während wir nur durchgingen oder uns um andere Hunde kümmerten. Oft saß sie kauernd unter ihrem Bett und wartete, bis die Luft wieder rein war. So erging es viele viele Wochen und auch unsere liebe Frau W., die sich einmal wöchentlich zu unserer Mochi setzte, erarbeitete sich ihr Vertrauen in ganz kleinen Schritten. Oft saß sie nur bei ihr oder in ihrer Nähe, damit sie ihre Stimme und ihren Duft wahrnahm.

Anfassen durfte man Mochi zu Beginn überhaupt nicht, sie ließ uns nicht in ihre Nähe und bedrängen durfte man sie nicht, dann schnappte sie zu. In kleinen Schritten ging es immer weiter vorwärts und Mochi wurde mutiger und sogar frech, indem sie die Besucher erfolgreich am Zaun verbellte. Dann stürmt sie freudestrahlend ins Hundehaus und setzt sich auf ihr Bett. Wir dürfen ihren Zwinger betreten und sie anfassen, ohne dass sie in Panik die Flucht ergreift. Ein wahnsinniger Fortschritt, auch wenn ihr Körper nach wie vor bei unserer Berührung erstarrt.

Doch auf diesem Stand blieb Mochi wochenlang und Rosi wollte schon fast aufgeben, weil kein Erfolg mehr zu sehen war.

Die Trainerin gab nicht auf und trainierte immer weiter

Doch sie trainierte weiterhin mit Mochi, wollte nicht aufgeben und zog ihr immer und immer wieder ein Geschirr an. Immer wieder geriet sie in Panik und wand sich wie ein Krokodil aus jedem Sicherheitsgeschirr. Sie machte sich stocksteif, wenn man die Leine um sie legte und verharrte in einer Art Starre.

Doch auch hier schaffte es Rosi nach vielen Wochen, dass sie mit Mochi das Hundehaus verlassen konnte. Anfangs wirbelte Mochi noch wild in der Luft umher, schnappte um sich und benahm sich wie ein wildes Pferd. Die Besucher machten sich große Sorgen, als sie diese Panik sahen.

Doch man musste mit ihr weiterarbeiten, sonst würde sie für immer bei uns bleiben.

Mochi und Rosi übten nahezu jeden Tag, immer dasselbe. Geschirr anziehen und ein kleines Stückchen weiter kommen, als am Vortag.

Und vor rund einer Woche geschah das Unglaubliche. Rosi konnte zusammen mit Mochi das Tierheimgelände verlassen. Sie war wahnsinnig stolz auf ihre Mochi und jetzt hieß es am Ball bleiben.

Ein kleines Wunder ist geschehen und wir haben dieses Wunder unserer Frau S. und Rosi zu verdanken, die durch ihre intensive Mühe die Hündin dahin brachten, wo sie nun ist. Natürlich muss noch weiterhin intensiv mit ihr geübt werden, sie ist und bleibt weiterhin ein Angsthund, aber dies war ein ganz wichtiger Schritt für eine hoffentliche Vermittlung von Mochi.

Tierheim Mayen, Tel. (0 26 51) 7 74 38, Öffnungszeiten: Di.-So. 14-16 Uhr

Mochi ist auf einem guten Weg und wird so langsam zutraulicher. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
fit für`s Alter?
Unterstützeranzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
7

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
13

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
6

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Rund ums Haus
Holz Loth-Entsorgung
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Koblenz blüht
Anlagenmechaniker
Rund ums Haus
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita
Stellenausschreibung Hausmeister/in