Dr. Gerhard Kreuter referierte beim „Forum Lantershofen“ über „Wein und Gesundheit
Moderater Weingenuss als Krankheitsprophylaxe
Lantershofen. Innerhalb relativ kurzer Zeit hat sich in Lantershofen die Gesprächs- und Vortragsreihe „Forum Lantershofen“ bereits sehr gut etabliert, auch wenn man trotz der sommerlichen Temperaturen sicherlich gerne noch einige Besucher mehr begrüßt hätte. Nachdem die Reihe zuletzt mit Themen zum Islam in Deutschland und zur Einbruchsprävention in den Räumlichkeiten des Studienhauses zu Gast war, war kürzlich das Dorfgemeinschaftshaus Winzerverein Schauplatz des „Forums“. Als Referent konnte der Internist und ehemalige Chefarzt Dr. med. Gerhard Kreuter gewonnen werden.
Sein Vortag passte perfekt zur Location, denn Dr. Kreuter berichtete von den positiven Folgen moderaten Weingenusses für die Gesundheit. Eine kurze, historische Exkursion zeigte, dass die Heilkräfte des Weines schon seit Jahrtausenden bekannt sind. So setzten Ägypter, Griechen und Römer den Rebensaft bei zahlreichen Krankheiten als Heilmittel ein. In der Bibel wird die Anwendung von Wein in der Heilkunst sowohl zum innerlichen Gebrauch, als auch in der Wundbehandlung an mehr als 450 Stellen aufgeführt. Auch im Mittelalter gehörte die „Weintherapie“ zum Standardprogramm zeitgenössischer Ärzte. Durch die Entwicklung immer wirksamerer Medikamente verlor der Wein im Laufe der Zeit seine medizinische Bedeutung. Erst in den letzten Jahrzehnten ist das uralte Wissen von der Heilkraft des Weines, auch dank diverser wissenschaftlicher Untersuchungen, wieder aus der Versenkung aufgetaucht. Da Prävention besser als Therapie ist, ging Dr. Gerhard Kreuter in erster Linie auf die vorbeugende Kraft des Getränks ein. Dabei wirkt der Wein laut neuesten Studien nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Bei moderaten Trinkgewohnheiten steigt beispielsweise der Spiegel des „Glückshormons“ Serotonin.
Der langjährige Direktor der neurologischen Klinik in Bordeaux (Frankreich) fand im Rahmen einer großen Studie heraus, dass Weintrinker wesentlich seltener an Alzheimer-Demenz erkranken als Abstinenzler. Ergebnisse, die auch von einer Untersuchung des renommierten Neurologen Professor Siegfried Weyerer bestätigt werden.
Weyerer fand ebenfalls heraus, adjustiert nach Lebenssituation, Alter und Bildung der Probanden, dass Weintrinker ein weitaus geringeres Demenz-Risiko haben als Abstinenzler. Auch Tierversuche brachten entsprechende Nachweise. Aktuelle Studien aus dem Jahr 2016 gehen davon aus, das moderater Weingenuss das Schlaganfallrisiko um rund 20 Prozent senkt. Allerdings: Wird zu viel Alkohol getrunken, steigt das Risiko, eben jene lebensgefährliche Erkrankung zu erleiden. „Der Wein ist letztlich nur ein Faktor, auch Ernährung, Lebensgewohnheiten und Genetik spielen natürlich eine Rolle“, so Dr. Gerhard Kreuter. Regelmäßiger und maßvoller Weinkonsum – dies bedeutet im Schnitt täglich bis zu einer halben Flasche Wein für den Mann und ein Viertel für die Frau – schützt offenbar auch vor Diabetes Typ 2, Rheuma und anderen Leiden.
Förderung der Durchblutung
Ursache hierfür ist die Konstellation von Alkohol und Polyphenolen. Letztere gehören zur Gruppe der Antioxydantien, deren Wirkung vergleichbar ist mit der von Vitamin E, C, Selen und Carotin. Sie verbessern das Blutfettprofil, indem sie das „gute“ HDL-Cholesterin steigern und das „schlechte“ LDL-Cholesterin senken. Eine 2009 von der Universität Köln unter Leitung von Prof. Dr. Markus Flesch und seinem Team erarbeitete Studie konnte erstmalig weltweit folgende Zusammenhänge nachweisen: Sowohl Rot- als auch Weißwein – über sechs Wochen täglich 300 Milliliter genossen – verbesserte signifikant die Gefäßfunktion und steigerte damit die Durchblutung sowie die Anzahl der Gefäßstammzellen, die unter anderem vor Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Auch Dr. Kreuter wirkte an dieser Studie seinerzeit aktiv mit.
Heiß diskutiert wird der Zusammenhang zwischen Krebs und Alkoholgenuss. So sehr es unumstritten ist, dass Alkoholmissbrauch, insbesondere in Verbindung mit Rauchen, zu einer deutlichen Zunahme bestimmter Krebsarten führt, so wenig kann dieses vom moderaten Weingenuss behauptet werden. Wichtig ist auf jeden Fall, den Wein langsam und genussvoll während oder nach dem Essen zu verinnerlichen, da durch die Speisen die Aufnahme des Alkohols in den Körper verzögert wird. Mit seinem augenzwinkernden Schlusswort brachte es Dr. Kreuter perfekt auf den Punkt: „Wer Wein trinkt, betet. Wer Wein säuft, sündigt.“
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