Jahreshauptversammlung des Eifel- und Heimatvereins Rheinbach
Modernes Wandern heißt auch Neues entdecken
Vielfältige Aktivitäten des Vereins bewegen sich auf hohem Niveau
Rheinbach. „Die Vielfalt unserer Angebote bewegt sich seit Jahren auf hohem Niveau und zeigt, was wir als aktiver Verein in der Lage sind umzusetzen“, so charakterisierte Vorsitzender Heinz Kessel den Eifel- und Heimatvereins Rheinbach bei der Jahreshauptversammlung im Schützenheim. Was der Verein anbiete, müsse gut sein und seinen Themenreichtum widerspiegeln, um neues Interesse zu wecken. „Unsere Aktivitäten erstrecken sich nicht nur auf das Wandern, sondern wir bemühen uns, mit unserer Arbeit Rheinbach für den Tourismus interessant zu machen.“ Dazu trügen unter anderem das vom Eifelverein betreute örtliche Wanderwegenetzes ebenso bei wie die Kennzeichnung historischer Wege sowie die Stadt- und Burgführungen oder die Nachtwächter-Rundgänge. Doch auch beim Wandern sei mittlerweile Qualität gefragt. „Wandern heißt, Neues entdecken und nicht nur die Füße voreinander setzen und dem Wanderführer nachlaufen“, wusste Kessel. Dieser sei mittlerweile Mittler zwischen Landschaft und Kultur und sorge dafür, dass man auf den Wanderungen die Natur und Kultur erleben und erfassen könne.
146 Wanderungen
Dass dies auch tatsächlich angenommen werde, stellten die aktuellen Zahlen unter Beweis, denn im vergangenen Jahr nahmen an den 146 Wanderungen des Eifel- und Heimatvereins insgesamt 2.900 Menschen teil. Seit vielen Jahren stehe die Familien-und Jugendarbeit im Vordergrund der Bemühungen. Ziel sei es, Jugendliche mit der Natur vertraut zu machen und ihnen Erlebnisse zu vermitteln, die ihnen der Alltag vorenthalten. „Das ist besonders wichtig, denn wer als Kind lernt, wie man die Natur schützen kann, wird dies auch als Erwachsener tun“, war Kessel überzeugt. Ebenso habe man sich dem Geocaching, einer modernen Form des Wanderns, nicht verschlossen. Denn es klinge nach Entdecken, nach Abenteuer und Schatzsuche und sei überaus zeitgemäß. In Sachen Kultur- und Heimatgeschichte bemühe man sich, bei den Stadt- und Burgführungen sowie dem Nachtwächter-Rundgang die Stadtgeschichte zu vermitteln. Dazu gehöre auch die aktive Mitarbeit beim „Tag des offenen Denkmals“, bei dem man sich in diesem Jahr mit dem Thema „Eisenerzabbau im Gebiet der Stadt Rheinbach“ beschäftigen werde. Hierzu könne man noch weitere Stadt- und Burgenführer brauchen, die natürlich geschult würden.
Örtliches Wanderwegenetz
In den zurückliegenden Jahren habe der Verein ein örtliches Wanderwegenetz installiert, das zu vielen sehenswerten Punkten im Gebiet der Stadt führe. "Wir benötigen noch „Wegepaten“, die einzelne Wege oder Abschnitte betreuen, damit die auswärtigen und auch die heimischen Wanderer jederzeit ein gut markiertes Wanderwegenetz vorfinden." Auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit wolle man noch eine Schippe drauflegen, und natürlich dürfe auch die Geselligkeit im Vereinsleben nicht fehlen. So sei das Waldfest auf dem Beuelskopf mittlerweile zum Familienfest geworden, aber auch der Sonntagsnachmittags-Kaffee im Eifelvereinshaus lade regelmäßig zum Verweilen ein.
Ehrungen
Nach Berichten von Wanderwart Rolf Bähr, Familienwartin Elsbeth Bois, Wegewart Karl-Heinz Schlosser sowie Heimat- und Kulturwart Dietmar Pertz standen auch noch eine Reihe von Ehrungen auf der Tagesordnung. Seit 40 Jahren Mitglied im Eifel- und Heimatverein Rheinbach sind Elsbeth und Adolf Bois, Marie-Luise und Dieter Lache, Marita und Matthias Schmitz sowie Inge und Josef Wilbertz. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Anne und Dr. Wolfgang Danner, Mariele und Helmut Dörflinger, Franz Frechen, Annika Greib, Maria und Hans Orth sowie Marita und Ulrich Tamoschat ausgezeichnet.
