Integrierte Gesamtschule Zell/Mosel
Mongolische Schüler besuchen die IGS Zell
Auf einer Transsibirienreise wurde die Idee geboren
Zell/Mosel. Auf einer transsibirischen Bahnreise vor drei Jahren lernten Edi Reiz, Irmgard Söhns, Hans Josef Oster, Harald Danner, Hans Winnebeck und das Ehepaar Valter die Mongolei kennen. Frau Valter, die als Reiseleiterin fungierte und in der Mongolei als Deutschlehrerin arbeitet, kennt Menschen und Kultur in der Mongolei schon seit Längerem. Die Gruppe lernte das Mädchen Khosoo kennen, welche, wie Frau Valter auch, in den Ferien als Reiseleiterin arbeitet und den großen Wunsch hegte, einmal eine Schule in Deutschland besuchen zu können. Zurück in Deutschland erklärte sich das Team der IGS Zell bereit, einen Schüleraustausch mit zehn Schülerinnen und Schülern sowie zwei Lehrern zu verwirklichen. Untergebracht wurden die Gäste in Gastfamilien. Ein Programm zur Freizeitgestaltung und kulturellen Bildung wurde durch die achte Klasse auf die Beine gestellt, um den Gästen möglichst viel bieten zu können. Die IGS Zell stellte einen besonderen Lehrplan für die Zeit des gemeinsamen Unterrichtes von deutschen und mongolischen Schülern auf und stellte den Kontakt zu den Gastfamilien her.
Mongolische Spezialitäten mitten im Weinberg
Michaela Platz, die Küchenchefin des Weingut Goeres in Briedel erklärte sich bereit, zwecks Heimweh-Prävention sehr schmackhaftes mongolisches Essen für die Gäste zuzubereiten. Außerdem bot das Weingut noch genug Platz zum herumtollen. Neben einem Besuch beim SWR in Koblenz standen noch viele interessante Ausflüge auf dem Programm. Von der Reichsburg, über eine Schifffahrt von Zell nach Senhein, die Maare bis zum Wildpark in Klotten reichten die Aktivitäten. Ein Höhepunkt war das Kulturfest der IGS in Zusammenarbeit mit der Dorfakademie Hambuch im Kulturzentrum der Eifelgemeinde, wo der Hambucher Naturgarten den angemessenen Rahmen bildete.
Ein Abschied mit Tränen
Nach 14 Tagen stand die Rückreise an. Auf beiden Seiten liefen viele Tränen, hatte man doch richtige Freunde gefunden. Das Team der IGS mit Schulleiter Heinz-Jürgen Leusch sowie Benenil Werle und Christel Schön haben nun die Aufgabe den Gegenbesuch im nächsten Jahr zu organisieren.
Da der Ausflug pro Person um die 1.000 Euro kosten wird, heißt es nun sparen bis zum Juli im nächsten Jahr. Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass das Amtsgericht Cochem für die Durchführung des Besucherprogramms eine Spende übrig hatte.
Und auch der Spaß kam nicht zu kurz.
