Allgemeine Berichte | 16.03.2021

Behandlung von COVID-19-Patienten in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Monoklonale Antikörper gegen Corona-Viren

Option für positiv getestete Hoch-Risikopatienten,
die keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung zeigen

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Patientinnen und Patienten, die positiv auf Corona getestet wurden und ein hohes Risiko haben, sehr schwer an COVID-19 zu erkranken oder sogar daran zu versterben, „bieten wir jetzt eine Therapie an, mit der ein schwerer Krankheitsverlauf verhindert oder abgeschwächt werden kann“, freut sich Prof. Dr. Jörg Heller, der Chefarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie. Diese Patienten erhalten im Krankenhaus Maria Hilf eine Infusion mit monoklonalen Antikörpern, die die Viren im Körper blockieren und so dafür sorgen, dass sie sich nicht weiter ausbreiten können. „Alle Patienten, die wir bislang mit diesem Medikament behandelt haben, litten unter schweren Vorerkrankungen. Sie alle bekamen nach der Infusion keine oder nur leichte Symptome einer COVID-19-Erkrankung“, sagt Dr. Jens Koopmann, Oberarzt der Inneren Medizin/Gastroenterologie.

Voraussetzung für die Wirksamkeit dieser Therapie ist jedoch, dass die Patientinnen und Patienten die Infusion in einem sehr frühen Krankheitsstadium erhalten. Ideal sei der Zeitraum bis zu drei Tagen nach dem positiven Testergebnis, denn dann ist es noch möglich, die Menge der nachweisbaren Viren mit Hilfe der monoklonalen Antikörper stark zu reduzieren und so die Erkrankung aufzuhalten.

Das Bundesministerium für Gesundheit hat 20.000 Dosen dieses – offiziell noch nicht zugelassenen – Medikamentes gekauft, um es als individuellen Heilversuch zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit schweren Vorerkrankungen zur Verfügung zu stellen. „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren besonders gefährdeten Patientinnen und Patienten, dieses Medikament jetzt anbieten können“, so Prof. Heller.

Pressemitteilung
Marienhaus Klinikum
im Kreis Ahrweiler

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