Allgemeine Berichte | 01.06.2017

Die Partnerstadt des Freundeskreises Neuwied-Matara wurde hart getroffen

Monsunregen bringt neue Not und Zerstörung

Die ganze Stadt steht unter Wasser, sodass die Fortbewegung nur noch mit Booten möglich ist. privat

Neuwied/Matara. Die Nachrichten berichten seit einigen Tagen über die verheerende Dauer und Stärke des Monsunregens im Südwesten Sri Lankas.

Besonders schlimm hat es Matara im Süden der Insel getroffen, die Stadt, in der der Freundeskreis Neuwied-Matara e. V. seine Partnerschulen hat und viele Patenkinder aus den ärmsten Gebieten betreut.

Und genau diesen ärmsten Familien wird wieder das Wenige genommen, das sie zur Verfügung und sich in den letzten Jahren aufgebaut hatten.

Edeltrud Pinger, 2. Vorsitzende des Freundeskreises versucht seit Tagen, genauere Informationen zu bekommen, was durch Stromausfall, Unmöglichkeit Batterien zu laden und Verlust des normalen Lebensumfelds äußerst schwierig ist.

Bericht eines Lehrers vor Ort

JJetzt kam die Nachricht eines Lehrers, der dem Freundeskreis als schulischer Koordinator normalerweise verlässlich zur Verfügung steht. Aber im Moment scheint nichts mehr normal zu sein. Hier seine Nachricht vom 30. Mai: „Die meisten Kinder des Anura College sind betroffen. Wir haben keinen Strom. Ich musste weit gehen, um meine Batterie zu laden. Die meisten Schulbücher und die Schulkleidung wurden in den Hütten und Häusern durch den Monsunregen und die Schlammmassen zerstört. Die Familien meiner beiden Schwestern haben alles verloren. Ihre Häuser wurden überflutet, und das Wasser steht jetzt noch bei 7 Fuß (ca. 2,20 m). Der Wasserstand geht nur langsam zurück. Sie konnten sich retten und eine ihrer Familien lebt jetzt in meinem Haus. Die zweite Schwester ist mit ihrer Familie an einem sicheren Ort in der Nähe ihres Hauses. Es gibt keine Möglichkeit, zu uns zu kommen. Es ist schwer für mich, aber ich muss mich natürlich um meine Schwestern und ihre Familien kümmern. Wenn wir wieder Strom hätten, wäre es einfacher. Meine Frau und meine Mutter versuchen, für alle Essen zuzubereiten. Auch meine älteste Schwester und mein Bruder, die in Rathnapura leben, sind betroffen.

Es ist im Moment eine schreckliche Situation. Es wird wohl noch eine Woche dauern, bis das Wasser sich ganz zurückgezogen hat.

Dann geht es ans Saubermachen. Von vielen Toten wird berichtet. Manchmal bekommen wir ein paar Informationen von anderen Verwandten und Freunden. Wir hoffen, dass wir bald wieder normal leben können.“

Noch im April hatte der Freundeskreis in der Lokalpresse einen Aufruf gestartet, um ein Häuschen für eine Familie zu finanzieren, die in bedauernswerten Verhältnissen lebt. Der Neubau konnte gestartet werden und liegt glücklicherweise in einer Region, die der Monsun nicht in dieser verheerenden Weise heimgesucht hat. Ein großer, aufrichtiger Dank an alle Spender, die der Bitte gefolgt sind!

Spendenaufruf

Dass jetzt schon das nächste Projekt im Raum steht, nämlich Schulbücher und Kleidung zu finanzieren, die dem Wasser und den Schlammlawinen zum Opfer gefallen sind, war nicht geplant. Aber genau in diesem Notfall wird der Freundeskreis seine Partnerschule nicht im Stich lassen und dazu beitragen, dass der Schulbetrieb bald wieder mit den notwendigen Materialien aufgenommen werden kann. Viele kleine – und gerne auch größere – Spenden sollen die Schüler mit neuen Büchern und in vielen Fällen auch mit Schulkleidung ausstatten und ein Stück Normalität zurückgeben. Aus eigener Kraft werden die Familien diese Ausgaben nicht stemmen können. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens die Behausungen wieder zu säubern, zu reparieren und bewohnbar zu machen sind.

Bei der üblichen Bausubstanz vieler Häuschen und Hütten wird dies eine unvorstellbare Herausforderung. Spenden werden erbeten, gerne gegen Spendenbescheinigung, unter dem Stichwort „Monsun“ auf das Konto des Freundeskreises. (IBAN DE 58 57450120 00 30041800)

Mehr Information auf der Homepage unter www.tsunami-kinder-matara.de

Pressemitteilung des

Freundeskreis

Neuwied-Matara e. V.

Die ganze Stadt steht unter Wasser, sodass die Fortbewegung nur noch mit Booten möglich ist. Foto: privat

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