Allgemeine Berichte | 19.01.2026, 09:28 Uhr

Vor 200 Jahren wurde der letzte Eremit getötet, der in der Marienkapelle auf dem Karmelenberg lebte: Nicolaus Hoelzer

Mord in Bassenheim nach wie vor ungeklärt

Heute eine idyllische Sehenswürdigkeit von überregionaler Bedeutung, vor 200 Jahren jedoch der Ort eines heimtückischen Mordes: Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg in Bassenheim. Fotos: Horst Hohn
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Bassenheim. Vor wenigen Wochen feierte der Benefizkrimi „Soko Karmelenberg“ seine Premiere.

Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund findet eine junge Frau vor der Marienkapelle auf dem Karmelenberg einen Toten. Im Kinofilm wird der Mord aufgeklärt.

Etwas anders sah dies vor genau 200 Jahren aus: Damals suchte man den Mörder eines Mannes, der als Klausner (Einsiedler) in der Kapelle auf dem Karmelenberg lebte: Nicolaus Hoelzer.

Über den Chor der Kapelle befinden sich im Obergeschoss Räumlichkeiten, in denen einst ein oder zwei Eremiten lebten. Sie widmeten sich in Einsamkeit dem Gebet, halfen jedoch auch den Priestern bei Messen und hielten die Kapelle instand. Sie lebten von Lebensmittelspende, die sie in den umliegenden Ortschaften einsammelt. Als vermutlich letzter Einsiedler gilt Nicolaus Hoelzer. Er kommt im Januar 1826 auf schlimme Art und Weise zu Tode.

Wie Dr. Angelika Hunold im Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz des Jahres 2005 berichtet, ging er morgens zur Frühmesse nach Bassenheim. Während dieser Zeit muss es in der bescheiden ausgestatteten Wohnung zu einem Einbruch gekommen sein. Der Einsiedler entdeckte die Räuber noch auf frischer Tat und flüchtete sodann. Der oder die Räuber folgten dem alten Mann und erschlugen ihn. Die Leiche von Nicolaus Hoelzer wurde am nächsten Tag von Sternsingern gefunden. Der heimtückische Mord an dem alten Mann wurde leider nie aufgeklärt.

Horst Hohn

Der Maler Toni Färber hat vor vielen Jahren das schlimme Ereignis auf dem Karmelenberg künstlerisch dargestellt.

Der Maler Toni Färber hat vor vielen Jahren das schlimme Ereignis auf dem Karmelenberg künstlerisch dargestellt.

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Heute eine idyllische Sehenswürdigkeit von überregionaler Bedeutung, vor 200 Jahren jedoch der Ort eines heimtückischen Mordes: Die Marienkapelle auf dem Karmelenberg in Bassenheim. Fotos: Horst Hohn

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