Allgemeine Berichte | 06.03.2019, 11:14 Uhr

Gartenabfälle gehören in die Biotonne

Morsche Bäume wegen Gartenabfall in der Natur gefällt

Rhein-Sieg-Kreis. Wer wusste, dass die Exoten Herkulesstaude, Drüsiges Springkraut oder Gelbe Scheincalla ursprünglich als Gartenpflanzen über wilde, verbotene Gartenentsorgung in die heimische Natur gelangt sind? Jetzt sind die teilweise giftigen Pflanzen kaum mehr aus der freien Natur zu entfernen. Zudem verursacht der stetige Kampf gegen ein Ausbreiten der exotischen Pflanzen der Allgemeinheit Kosten. Aus Unwissenheit oder Bequemlichkeit aber werden immer wieder dort, wo Wohngebiete an ein Waldgebiet grenzen, Gartenabfälle hinter der Grundstücksgrenze oder dem Zaun einfach in die Natur gekippt. „Das Grünzeug ist doch Dünger für den Boden“ oder „Der Grasschnitt verrottet doch“, lauten die Aussagen, wenn „Gartenmüllsünder“ auf ihr Tun angesprochen werden. Aber: im Wald wächst kein Rasen! Und: Früchte oder Samen fremdländischer Pflanzen können so in die freie Natur gelangen. Der waldfremde Gartenabfall stört durch Krankheiten oder Zersetzungsprozesse das ökologische System. In dem entsorgten Grünzeug, den Pflanzen und dem Rasenschnitt, entwickeln sich Wärme, eine faulige und stinkende Brühe und übermäßiger Düngereintrag. Das kann schlimme Folgen haben: Jüngst mussten in einer Kommune des Rhein-Sieg-Kreises verkehrsunsichere Bäume gefällt werden. Sie waren aufgrund der illegalen Ablagerung von Gartenabfällen morsch geworden. Zudem zeigt die Erfahrung der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises: dort, wo wilde Gartenabfälle lagern, kommen über kurz oder lang auch Bauschutt, Batterien, Autoreifen oder Plastiksäcke dazu. „Gartenabfälle gehören in die Biotonne oder auf den Kompost! Sie dürfen nicht wild in die Natur gekippt werden!“, darauf macht Rainer Kötterheinrich, Leiter des Amtes für Umwelt und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises, aufmerksam. „Durch die wöchentliche Abfuhr der Biotonne ist genügend Kapazität vorhanden – das Ablagern in der Natur ist daher nicht nötig und zudem verboten.“ Größere Mengen Grünabfall können mit den RSAG-Biosäcken entsorgt werden. Diese können an den vielen Verkaufsstellen im Rhein-Sieg-Kreis gekauft werden. Die Adressen der Verkaufsstellen finden sich im RSAG-Abfallkalender (https://www.rsag.de/abfallkalender/); ebenso die Regelungen für anerkannte Eigenkompostiererinnen und Eigenkompostierer. Größere Mengen Gartenschnitt oder Astwerk, die gewerblich transportiert werden, erfordern einen Herkunftsnachweis.

Weitere Informationen zur richtigen Entsorgung von Gartenabfällen gibt es über das Umwelttelefon des Rhein-Sieg-Kreises, Tel. (0 22 41) 13 22 00 oder über das RSAG-Kundencenter, Tel. (0 22 41) 30 63 06.

Pressemitteilung des

Rhein-Sieg-Kreises

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Image Anzeige
Premium Titel - Premium Titel - Bestellung Nr.: 0033096546
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv AW
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Symbolbild.
1907

Zeugen retten bewusstlosen Fahrer - Reanimationsversuche scheitern

Tragischer Unfall in Heppingen: Autofahrer stirbt nach Kollision

Bad Neuenahr-Ahrweiler. In Bad Neuenahr-Ahrweiler ereignete sich am heutigen Mittag ein schwerer Verkehrsunfall in Heppingen. Ein 64-jähriger Autofahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen einen Stromverteilerkasten sowie eine Hauswand. Zeugen vor Ort zogen den bewusstlosen Fahrer aus dem Auto. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen erlag der Mann im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Weiterlesen

Symbolbild.
973

Astrologische Vorschau für die KW 45: Gesundheit, Liebe und Erfolg im Fokus bei den Sternzeichen

Sterne im Blick: Horoskop für die Woche 02. bis 08. November 2026 - Zwischen großen Gefühlen und wichtigen Entscheidungen

Der November bringt eine Woche voller Gegensätze: Während sich in der Liebe neue Chancen eröffnen, können im Berufsleben unerwartete Hindernisse für Unruhe sorgen. Zwischen dem Wunsch nach Sicherheit und der Sehnsucht nach Veränderung gilt es, die richtige Balance zu finden. Nicht jede Entscheidung fällt leicht, und manche Konflikte lassen sich nicht länger aufschieben. Gerade darin liegt jedoch die Möglichkeit, überholte Gewohnheiten zu hinterfragen und neue Wege einzuschlagen.

Weiterlesen

Verkehrsunfall Leutesdorf.
375

Leutesdorf. Am Mittwochmorgen, dem 28. Oktober 2026, alarmierte die Leitstelle Montabaur gegen 06.35 Uhr die Feuerwehreinheit Leutesdorf, den Rettungsdienst und die Polizei zu einem Verkehrsunfall. Die Unfallstelle befand sich auf der Hauptstraße (B 42) in der Ortsmitte von Leutesdorf. Entgegen der ersten Meldungen brannten die zwei verunfallten Fahrzeuge glücklicherweise nicht.

Weiterlesen