„Mot Freud un Gelöck, 33 Jöhr am Stöck“
Reifferscheid. Dreiunddreißig Jahre lang ist die KG Blau-Weiß Reifferscheid Garant für den Frohsinn in der närrischen Zeit. Der Karneval hat im Ort einen hohen Stellenwert. Die Geschichte der KG ließen Sitzungspräsident Tobias Bohn und das karnevalistische Urgestein Erwin Hertel, langjähriger Sitzungspräsident, Revue passieren. Auch Berthold Schaefer und Katrin Neu haben den Karneval durch großes Engagement belebt. Für ein paar Jahre hatte es sogar einmal keinen organisierten Karneval gegeben, er wurde dann wiederbelebt und schreibt seitdem eine große Erfolgsgeschichte. Und man war mutig genug, nach dem Ausfall von zwei Sessionen auch einmal einen Karnevalsumzug zur Sommerzeit zu starten. Seit dem Jahre 2001 fasziniert der Nelkensamstagsumzug, ein Highlight, auch benachbarte Orte feiern hier gerne mit, geben dem Ganzen zusätzlich ein Gefühl von Verbundenheit, wie es im Karneval auch sein sollte.
Gleich zwei Männerballette bestimmten den Karneval auf der Bühne, eines ist noch aktiv, „Dolce Vita“, ebenfalls immer hoch angesehen war „No Ma’am“, leider nicht mehr aktiv. Großen Respekt hat sich die Showtanzgruppe „Revolution“ erworben, farbenfroh und mit stets neuen Ideen sind sie ein Hingucker nicht nur in den heimischen Sitzungen. Alle sind bemüht den Ruf des Reifferscheider Karnevals hoch zu halten, ein gutes Zeichen für den Fortbestand der Tradition. „ReiRoWinFuLü“ ist immer noch ein gebräuchlicher Schlachtruf, die Buchstaben stehen für die Orte im karnevalistischen Einzugsgebiet: Reifferscheid, Rodder, Winnerath, Fuchshofen, Lückenbach.
Schlagfertige Reden und muntere Tänze
Schlagfertige Reden und muntere Tänze bestimmten den Ablauf, aus Barweiler trat das Duo „Ne Plümo und se Handdoch“ auf, ein neues Talent, „de Bottemaatsjong“ überzeugte, als Urgestein flotter Reden betrat „das Tanzmariechen Andi Marquardt“ aus dem Ahrtal die Bühne. Gar aus Gillenfeld angereist war ein „Weltenbummler“ namens Peter Sindermann, er wusste vieles zu berichten über seine Reiseerlebnisse. Flotte Tänze waren ein Augenschmaus, ob die jüngsten aus Reifferscheid, die „Minis“, später die Funkengarde der KG Reifferscheid, ob das Funken-Duett aus Barweiler, die Funkengarde der KG Nohn oder die schon Prinzengarde aus Hönningen, alle tanzten sehr engagiert, mit viel Spaß, und dies nicht nur zur Freude der Trainerinnen. Ein besonderes Erlebnis war die Aufführung der „Wild Sisters“ aus Oberbaar, mit einer sehr ausgefeilten Choreographie, der die Arbeit emsiger Ameisen zum Thema hat, echt klasse!. Und auch die heimische Gruppe „Revolution“ hatte sich wieder besonders viel Mühe gemacht, eine fantasievolle Aufführung zum Thema Kleopatra kam bestens an.
Einen besonderen Akzent setzte erneut das Männerballett „Dolce Vita“ mit seiner auch akrobatisch geprägten Aufführung, wunderbar!
Vor der Pause hatte das Fanfarencorps der KG Rot-Weiß Adenau mit fetziger Musik die Stimmung angeheizt, die Karnevalisten aus Adenau und Reifferscheid verbindet eine langjährige Freundschaft. „Alles bestens gelaufen“, so das Fazit des Elferrates, „wir werden auch in den nächsten 33 Jahren Garant für heimischen Frohsinn sein, wollen Anlaufpunkt für alle Liebhaber der fünften Jahreszeit bleiben!“. Zum Ausklang Musik von DJ Bomsch, noch lange feierten die Besucher im Gemeindehaus. WD
