Allgemeine Berichte | 02.03.2017

Mathematische Modellierungstage am Megina Gymnasium Mayen

Münzmigration und Steuerung einer "Spider-Cam"

Schüler finden Lösungen für alltägliche Probleme durch komplexe mathematische Fertigkeiten

Die Modellierungstage fanden in Kooperation mit dem Institut für Mathematik der Universität Koblenz statt.privat

Mayen. Bereits zum dritten Mal fanden am Megina-Gymnasium Mayen „Mathematische Modellierungstage“ in Kooperation mit dem Institut für Mathematik der Universität Koblenz statt. Drei Tage im Januar beschäftigten sich 30 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zwölf in insgesamt acht Gruppen mit verschiedenen alltäglichen Problemen, für deren Lösung mehr oder weniger komplexe mathematische Fertigkeiten und Kenntnisse aus dem Bereich der Informatik notwendig waren. Dabei wurde den einzelnen Gruppen eine kurze Einführung in das jeweilige Problem gegeben. Anschließend erfolgte eine möglichst selbstständige Erarbeitung der Thematik. Dabei stand jeder Schülergruppe ein Student oder Mitarbeiter des mathematischen Institutes als Betreuer zur Seite. Bemerkenswert war, dass bei allen Gruppen mathematische Fertigkeiten gefordert waren, die im aktuellen Fachunterricht noch nicht behandelt wurden. Diese wurden mit großer Motivation selbstständig erarbeitet.

Am dritten Tag präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse in der Eingangshalle vor einem zum Teil sehr großen Publikum. Eine Gruppe jüngerer Schüler spielte das Spiel „Hol’s der Geier“ und entwickelte eine Strategie, mit der man möglichst immer gewinnt. Mit der Frage eines „fairen Milchpreises“ beschäftigte sich eine weitere Gruppe der Jahrgangsstufe fünf. Warum in den Portemonnaies immer wieder ausländische EURO-Münzen zu finden sind und wie es zu dieser Verteilung kommt, erklärte die Gruppe mit dem Thema „Münzmigration“. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen sechs und sieben untersuchten Verpackungen aus verschiedenen Materialien auf ihre ökologische und energetische Bilanz („Warentests“).

Mit der „Steuerung einer Spidercam“ beschäftigte sich eine Gruppe Siebtklässler. Hier wurde sogar ein Stadionmodell zur Erläuterung der Funktion der Cam gebaut.

„Ein aufgestellter Wasserrutschen-Looping – ist dies möglich?“ Diese Frage beantworteten Schülerinnen und Schüler der achten Klasse und berechneten, welche Bedingungen für einen solchen Looping erfüllt sein müssen.

Eine weitere Gruppe überlegte sich ein Verfahren zur Untersuchung der Frage: „Stimmt die gelieferte Holzmenge?“ und gab Verbesserungsvorschläge für die beim Holzverkauf angegebene Maßeinheit.

Schülerinnen und Schüler der MSS programmierten auf verschiedenen Wegen eine Ampelsteuerung. Auch hier stand ein Modell zur Verfügung, außerdem wurde eine Animation gezeigt.

Bei der Abschlussbesprechung äußerten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer positiv über die Modellierungstage. Als besonders angenehm empfanden es die Schülerinnen und Schüler, dass sie ihre Zeit selber einteilen konnten und nicht im gewohnten 45-Minuten-Rhythmus mit festgelegten Pausen arbeiten mussten, sondern sich über einen längeren Zeitraum mit einem Projekt befassen konnten. Die Betreuerinnen und Betreuer der Universität Koblenz erhielten zum Dank für die gelungen Kooperation jeweils ein kleines Präsent. Die Modellierungstage werden im kommenden Schuljahr in die vierte Runde gehen. Organisiert wurden die Modellierungstage von Annelie Heuft, der Vorsitzenden der Fachkonferenz Mathematik.

Die Modellierungstage fanden in Kooperation mit dem Institut für Mathematik der Universität Koblenz statt.Foto: privat

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