Mundartveranstaltung begeisterte
Brohl. Die 14. Auflage einer kulturellen Mundart-Veranstaltung fand kürzlich im Ortsteil Brohl statt. Der Vorsitzende des Kulturvereins, Helmut Rosenbaum, eröffnete das Ereignis, gefolgt von einer musikalischen Darbietung durch Leierkastenmann Heinrich (Heino) Peters. Wolfgang Paulsen, ein Solist, trug spontan ein altes Brohler Martinslied vor. Nachdem die Gäste mit „Döppekooche“ verköstigt wurden, überraschte Organisatorin Doris Ohm mit einer neu arrangierten Reihenfolge der Beiträge.
Den Auftakt machte Willi Fergen, der einen Schreibfehler des Vorjahres korrigierte: Aus „Romersbösch“ wurde korrekt „Romechbech“. Erich Melcher trat in dreifacher Rolle auf – er brachte seinen eigenen Brohler Wein mit, spielte auf dem Tenorhorn und hielt einen Vortrag in Moselfränkisch. Hubert Altenhofen, bekannt für seine Erzählungen über vergangene Zeiten, rührte die Zuhörer mit seinen Erinnerungen und berichtete über lokale Besonderheiten.
Doris Ohm, die Organisatorin, hielt einen Vortrag mit dem Titel „Dürer in Aachen“. Sie begann mit historischen Details zu Dürers Reise, führte dann aber in die Erzählung ihrer eigenen Zugfahrt zur Dürer-Ausstellung über. Eugen Laux, das Urgestein der Veranstaltung, musste die durch einen Vorredner verlorene Zeit aufholen und erklärte in nur fünf Minuten, warum er Tomaten ablehnt.
Achim Schmitz erzählte die Geschichte der Schweppenburg und ihrer adeligen Besitzer über die Jahrhunderte. Sein Beitrag knüpfte an Hubert Altenhofens Erwähnung der „Lötzingen Köh“ an, wobei er betonte, dass es unter ihnen „einige Prachtexemplare“ gebe. Den Abschluss bildete Stefan Vogt mit einer Weihnachtsgeschichte unter dem Titel „Jung, de Boom riert!“, die von „Tant Treeß“ handelte. Die Veranstaltung endete mit dem Ausspruch „Fröe wor mi Lametta“, und weitere Details können auf der Internetseite des Kulturvereins Brohl nachgelesen werden.BA
