Allgemeine Berichte | 06.06.2017

Rotarier stellen Projekt für Grundschüler in Koblenz vor

Musik als Schlüssel zu Bildung und Integration

Sie stellten das Projekt vor (v. l.): Jan Janssen (RC Deutsches Eck), Lena Etzkorn (Rotaract), Hannelore Oberrecht (Inner Wheel), Sabine Dyas (RC Koblenz-Mittelrhein), Manfred Faig (Singschule Koblenz) und Peter Bäumges (RC Koblenz).  HH

Koblenz. „Wenn wir Musik und Sport und Kunst für die Sahne auf dem Kuchen halten und nicht für die Hefe im Teig, dann verstehen wir unsere Gesellschaft falsch“, sagte einst der frühere Bundespräsident Johannes Rau.

Seit vielen Jahren werden unterschiedliche Aktionen, Menschen in Koblenz, in Deutschland und im Ausland von den Rotary-Clubs aus Koblenz unterstützt. Im Sinne des Zitats von Johannes Rau möchten die vier Rotary-Clubs in Koblenz gemeinsam mit Inner Wheel und Rotaract ein clubübergreifendes integratives Bildungsprojekt mit Musik für Grundschulkinder in Koblenz ins Leben rufen.

Die fachliche Leitung liegt in den Händen von Manfred Faig von der Singschule Koblenz und Mitglied im RC Koblenz Deutsches Eck. Das Projekt, bei dem rund 600 Kinder über ein Jahr mitmachen können, muss selbstverständlich auch finanziert werden.

Dies nahm Jan Janssen (Präsident des RC Deutsches Eck) zum Anlass, über die Spendenaktionen zu reden, die über sogenannte Hands-on-Aktionen der Rotarier erfolgen.

Eine solche Aktion ist der Wohltätigkeitsbasar, der am 24. Juni im Görres-Gymnasium in Koblenz zwischen 11 und 16 Uhr stattfindet. Im Vorfeld werden Sachspenden gesammelt, die bei dieser öffentlichen Veranstaltung veräußert werden.

Die Präsidenten der vier Clubs Peter Bäumges (RC Koblenz), Sabine Dyas (RC Koblenz-Mittelrhein), Jan Janssen (RC Deutsches Eck), Thomas Rochel (RC Ehrenbreitstein) sowie die Präsidentinnen Hannelore Oberrecht (Inner Wheel) und Lena Etzkorn (Rotaract Koblenz) bilden das Projektteam.

Manfred Faig stellte das Projekt vor, das im Einzelnen so aussieht: Zweimal pro Woche soll während des Regelunterrichts von kompetenten Lehrkräften, die natürlich entlohnt werden, in konzentrierten Sing-Einheiten von je 20 Minuten den Kindern Musik aus unterschiedlichen europäischen Ländern vermittelt werden.

Dabei sind eine Verinnerlichung melodischer, rhythmischer und harmonischer Grundbausteine, gemeinsames musikalisches Arbeiten und Schüler einer Schule und Musik, die in Form von Liedern aus allen europäischen Regionen und in deren Hauptsprachen die drei Hauptsäulen des Projekts, in das sich jeweils alle Klassen der beteiligten Grundschulen einbringen.

Für dieses Vorhaben wird den Schulen eine gemeinsame Liederfibel zur Verfügung gestellt. Auch wird mit dieser Aktion der soziale Zusammenhalt unter den Schülern einer Schule gefördert.

Der Start des Projekts ist für das neue Schuljahr vorgesehen, und nach den Herbstferien wird in sechs Grundschulen (Immendorf, Pfaffendorf, Urbar, St. Castor, Feiherr-vom-Stein-Schule und Kesselheim) das Pilotprojekt starten.

Am Ende des Schuljahres findet ein gemeinsames Konzert statt, bei dem die Schüler allerdings nicht auf einer Bühne stehen, sondern im Publikum sitzend mit den Gästen gemeinsam singen. Zu diesem Konzert werden Eltern und Öffentlichkeit sowie die Sponsoren herzlich eingeladen.

Seit der Gründung im Jahr 1905 in den USA haben die Rotary-Clubs weltweit viele soziale Projekte unterstützt.

Dieses gemeinsame Projekt ist ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der vier Koblenzer Rotary-Clubs zusammen mit Inner Wheel und Rotaract.

Sie stellten das Projekt vor (v. l.): Jan Janssen (RC Deutsches Eck), Lena Etzkorn (Rotaract), Hannelore Oberrecht (Inner Wheel), Sabine Dyas (RC Koblenz-Mittelrhein), Manfred Faig (Singschule Koblenz) und Peter Bäumges (RC Koblenz). Foto: HH

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