Kreischorkonzert mit emotionalem Comeback nach dreieinhalbjähriger Unterbrechung
Musik als Zeichen der Dankbarkeit
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Heimersheim. Die zahlreichen Besucher in der Landskroner Festhalle waren sich einig: das kreisweite „Wacken der Chormusik“, besser bekannt als „Kreischorkonzert“ – es hatte gefehlt. Dreieinhalb Jahre lang verhinderten Pandemie und Flut die Durchführung dieses ganz besonderen Musik-Events, bevor man jetzt endlich das ersehnte Comeback feiern konnte. Neben dem zelebrieren des Chorgesangs stand das Kreischorkonzert 2023 auch und ganz besonders im Zeichen der Dankbarkeit – Dankbarkeit für die vielfältige Hilfe, die den Flut-gebeutelten Chören des Ahrtals auf mannigfaltige Weise zuteilwurde. „Die Musik soll uns heute begleiten, hin zu einer großen Dankbarkeit an alle, die mitgeholfen haben, dass Chorgesang aus unserer geliebten Heimat, dem Ahrtal, wieder hinaus getragen werden kann ins Weite“, unterstrich Kreis-Chorleiter Wilfried Schäfer in seinem Grußwort. Und genau das taten die insgesamt fünf Chöre, die mit ihrem abwechslungsreichen Liedprogramm die Akustik der Festhalle perfekt ausnutzten.
Hits, Klassiker und stehende Ovationen
Der gemeinsame Auftritt der Schulchöre Grundschule Bad Neuenahr/Aloisius-Grundschule Ahrweiler war der genau richtige „Eisbrecher“, bevor die Cäcilienchöre Heimersheim mit Männerchor und gemischtem Chor mit Traditionals wie „In der Fremde“ ebenso zu überzeugen wussten, wie mit „Tage wie diese“ von den „Toten Hosen“. Da hatte der nachfolgend auftretende MFC Bad Neuenahr leichtes Spiel, zumal Evergreens wie „Mein kleiner grüner Kaktus“ oder „Über den Wolken“ jede Menge Mitsingpotential hatten. Genau jenes Mitsingpotential hatte auch der Liederkranz Ahrbrück auf Lager, sind doch Stücke wie „Take me home, country roads“ wahre Stimmungsgaranten. Nicht minder gut kamen die Klassiker an, die von der Chorgemeinschaft Ahrweiler-Walporzheim gesungen wurden – darunter „Bewahret die Schöpfung“ und „Grüß mir die Reben, Vater Rhein“. Dass das Publikum nach dem gemeinsamen Schlusslied „Kein schöner Land in dieser Zeit“ ein denkwürdiges und emotionales Kreischorkonzert mit lang anhaltenden, stehenden Ovationen würdigte, war der verdiente Lohn für alle Sängerinnen und Sänger.
