Bewohner des Übergangswohnheimes luden Arbeitskreis Flüchtlinge ein
Musik aus der Küche in die Welt
Odendorf. Ungewohnte, aber melodische Klänge schallten über den Bolzplatz und das Bahnhofsgelände in Odendorf. Die Bewohner des Übergangswohnheimes hatten den Arbeitskreis Flüchtlinge zur Küchenmusik eingeladen. Zuvor wurden die Gäste rund um die Mitorganisatoren Michael Gadow und Jürgen Hein mit einem leckeren Essen auf die Abendmusik eingestimmt. Miah Tuta, Koch aus Bangladesch, verwöhnte die Gäste mit kulinarischen Leckerbissen aus seiner Heimat. Neben fein gewürzten Hähnchenkeulen gab es köstliche Beilagen wie Reis, Salat und gebratene Eier. Die weiteren Bewohner des Hauses sorgten freundlich und zuvorkommend dafür, dass kein Teller leer und am Ende des Abends kein Bissen übrig blieb. Der, Ende letzten Jahres gegründete Arbeitskreis Flüchtlinge kümmert sich um die Menschen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihre Heimat verlassen haben und ein neues Zuhause in Swisttal suchen. Um einen schnellen Kontakt zu den Bewohnern der Übergangswohnheime herzustellen, gibt es Ansprechpartner wie Michael Gadow, der regelmäßig das Odendorfer Haus besucht. Gadow kümmert sich um die großen und kleinen Probleme der achtzehn Bewohner, die unter anderem aus Bangladesch, dem Kosovo, Afrika und China kommen. Unterstützt wird er dabei von Jürgen Hein, einem Koordinator des Arbeitskreises. Bei einem Besuch hörten beide, wie Miah Tuta melancholische Lieder aus seiner Heimat - begleitet von einem Keyboard - sang. Spontan entstand die Idee, ein Konzert in der Küche zu veranstalten, dem einzig gemeinschaftlich genutzten Raum. Umgehend wurde finanzielle Unterstützung durch die Evangelische Kirchengemeinde organisiert, damit die Zutaten für das Essen gekauft werden konnten. Weitere Spenden, am Ende des Konzertes, trugen dazu bei, dass alle Kosten gedeckt wurden. Wegen der großen Gästeschar wurde die gemeinsame Mahlzeit spontan nach draußen verlegt. Und so kamen unterschiedlichste Nationen zusammen, um miteinander zu musizieren. Auch deutsche Volkslieder - mit Gitarrenbegleitung von Axel Müller - wurden gemeinsam gesungen; so sorgte der Kanon „Froh zu sein bedarf es wenig“ für großes Vergnügen. Übrigens: Es zeigte sich, dass Musik eine universelle Sprache ist und unterschiedlichste Kulturen verbinden kann. Bei der Verständigung gab es jedenfalls keine Probleme.
