Ars Fontana – Straßenmusikfestival in Unkel
Musik, die aus den Gassen klingt
Unkel. „Ich hasse Musik, die aus den Ritzen zirpt“, lautet eine Textzeile in Reinhard Meys Lied „Ich hasse Musik“ von 1985. Die Musik, die am 15. und 16. Juni von drei Bühnen in Unkel erklang, hätte er bestimmt gemocht. Denn an dem Wochenende erfreute wieder das Straßenmusikfestival Ars Fontana in der Kulturstadt Unkel viele Gäste. Folk, Pop, Rock, auch Kölsche Lieder, Ragtime, Swing und Liedermacher-Songs erfreuten die Besucher.
Bands spielten auf drei Bühnen
Die Bühne an der Volksbank, die zugleich Sitzgelegenheiten auf der Mauer des Weinrebengärtchens bot, diente der Old Sheep Streetband, der Ton-Band und MeLangplugged als Vorführort.
In Unkels Mitte, auf der Bühne am Willy-Brandt-Platz, spielten DRoPS, Frank Rohles, das Bläsercorps Auel-Gau Oberpleis e.V., sowie Kerk & Heuser.
Auf der Bühne am Oberen Markt konnte das Publikum den Gitarrenstrünzern, dem Kuss-Duett und 17 Inthes lauschen. Der Ort dieser Bühne ist auch soetwas wie die Keimzelle des Straßenmusikfestivals. Michael Hommerich, Unkeler, selbst Musiker und Inhaber des Musikgeschäftes, das seinen Nachnamen trägt, hat das Festival vor rund 25 Jahren aus der Taufe gehoben. Sein Geschäft liegt am Oberen Markt zwischen zwei Brunnen, deshalb der Name: „Ars Fontana“, Kunst am Brunnen.
Kunst am Brunnen
Trotz zwischenzeitlicher Regenschauer genossen viele Besucher das musikalische Angebot der Kulturstadt Unkel, die auch ein Teil des zwischenzeitlichen Gemeinschaftsprojektes von Hommerich, des Vereins Touristik und Gewerbe e.V. und der Tourismus Siebengebirge GmbH ist. Zwei Tage zogen stimmungsvolle Livemusik-Klänge durch Unkels Gassen; die hätte vermutlich auch Reinhard Mey gern gehört. Denn in seinem oben genannten Lied heißt es wenig später „Ich liebe Musik, die atmet und lebt“. Da wäre er beim Straßenmusikfestival Ars Fontana 2024 in Unkel gut aufgehoben gewesen.
Die Gäste vor der Bühne am Willy-Brandt-Platz genossen Musik und Abendsonne
