Eifelverein Remagen unterwegs
Musik und Kuchen am Geysir
Wanderung führte in die Gegend von Wallenborn und zum dortigen Musikfest
Remagen. Nur einmal im Jahr veranstalten die Vereine in der kleinen Gemeinde Wallenborn westlich von Daun am „Brubbel“ ihr Musikfest, und rein zufällig hatten die Eifelfreunde aus Remagen sich dieses Datum ausgesucht für eine Wanderung in die dortige Gegend. Eigentliches Ziel war der „Brubbel“, wie dort der kleine Kaltwassergeysir im Volksmund genannt wird. Geysire gibt es in Deutschland nur zwei. Viel bekannter und viel höher steigend ist der auf dem Namedyer Werth bei Andernach, der die höchsten Bäume in seiner Umgebung um mehr als das Doppelte übertrifft. Demgegenüber ist der Geysir von Wallenborn geradezu bescheiden, auf mehr als fünf Meter steigt seine Gas-Wassersäule nur selten. Aber er ist ein echtes Werk der Natur. Im Gegensatz zu seinem großen Bruder in Andernach benötigt er keine technischen Hilfsmittel, niemand muss einen Knopf drücken, um ihm einen Befehl zum Steigen zu geben. Er kommt brav und zuverlässig etwa alle 35 Minuten ganz von allein und dies Tag und Nacht, Sommer und Winter. Sein Treibgas ist Kohlendioxid aus vulkanischen Tiefen, und zum Beweis, dass er aus dem Reich der Finsternis kommt, fügt er jeweils eine kräftig stinkende Prise Schwefelwasserstoff hinzu.
Interessant wäre der Brubbel für die Remagener auch für sich allein gewesen. Richtig schön wurde der Besuch des Geysirs aber durch ein überwältigendes Angebot an köstlichen Kuchen, hausgemacht von den Damen der Ortsgemeinschaft für das Musikfest an diesem Tag. Wer es deftiger haben wollte, fand auch schnell den Grill und die Pommesstation. Unter diesen so leckeren Umständen wurde das Steigen des Geysirs gerne mehrmals abgewartet und jedes Mal bestaunt.
