Die Erde bebte bei der Nacht der Vulkane
Musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der Band Still Collins
Zum Abschluss des Festes gab es ein gigantisches Höhenfeuerwerk
Mendig. In der vergangenen Woche fand in Mendig die bereits 14. Nacht der Vulkane statt. Eine Reihe von tollen Programmpunkten, die keine Wünsche offenließen, prägte die Festwoche in der Vulkanstadt. Ob Feste, Wanderungen, Offroad-Fahrten zur Wingertsbergwand, Vorträge oder Comedyshows, für jeden war etwas dabei. Das Highlight findet aber traditionell am letzten Tag statt. Mit dabei waren neben Ehrengästen wie Verbandsbürgermeister Jörg Lempertz und Stadtbürgermeister Hans Peter Ammel auch ein Paar aus Remscheid. Die beiden hatten als 750.000ste Besucher des LavaDome ein ganz besonderes Wochenende in der Laacher-See-Region gewonnen.
Der Vulkan wird ausbrechen
Auch wenn zwischenzeitlich nicht klar war, ob der Finaltag wie geplant stattfinden konnte, zum einen wegen der Hitze und Dürre der letzten Wochen, zum anderen wegen der Unwetterwarnungen für die Region, war man froh verkünden zu können: „Wir können den Vulkan ausbrechen lassen und bis dahin bleibt es trocken“ – und genau so sollte es kommen.
Für das große Finale haben die Veranstalter zwei der besten Tribute-Bands gewinnen können, die Deutschland derzeit zu bieten hat. Als erste Band standen um 20 Uhr die Music Monks aus Aschaffenburg auf der RPR-Bühne. Die erste deutsche Seeed und Peter Fox Tribute Band begeisterte von der ersten Minute an mit bekannten Nummern wie „Dickes B“, „Ding“ oder „Alles neu“. Fette Bässe und mitreißende Spielfreude taten ihr übriges und ließen ein kräftig angeheiztes Publikum zurück.
Während der Umbaupause unterhielt ein Kölner Feuerkünstler mit teils witzigen aber auch spektakulären Tricks.
Wenn Mendig etwas auf die Beine stellt, dann kommen die Leute
Bevor es dann mit Musik weiterging, ließen es sich Hans Peter Ammel und Jörg Lempertz nicht nehmen, allen Zuschauern für ihr Kommen zu danken – und es waren eine Menge. Um es mit den Worten des Stadtbürgermeisters Ammel zu sagen: „Wenn Mendig etwas auf die Beine stellt, dann wird das gut, und dann kommen die Leute einfach“.
Den ersten Höhepunkt des Abends markierte dann die mit ca. 70 Konzerten pro Jahr gefragteste Phil Collins und Genesis Tribute Band: Still Collins. Seit Jahren begeistert die Band mit qualitativ hochwertigen Interpretationen der größten Phil Collins und Genesis Hits, so gut, dass es selbst eingefleischten Fans schwerfällt einen Unterschied zum Original herauszuhören.
Das Publikum freute sich über Hits wie „I can‘t dance“, „In the air tonight“ oder „Throwing it all away“ und sang alle Lieder auch lautstark mit, bis um kurz vor 23 Uhr das Konzert pausiert wurde und für einen kurzen Moment Stille einkehrte.
Aber nur für einen kurzen Moment, denn dann war es Zeit für das Highlight des Abends und auch der ganzen Woche. Ein Donnergrollen, das die Erde erschüttern lies läutete den Vulkanausbruch ein.
Auch wenn in der Laacher See Region seit über 100.000 Jahren kein Vulkan mehr ausgebrochen ist, wird bei der Nacht der Vulkane Jahr für Jahr mit einer ausgefeilten pyrotechnischen Show, kombiniert mit Licht- und Soundeffekten und einem gigantischen Höhenfeuerwerk an diese Naturgewalt erinnert. Über 15 Minuten donnerte, krachte und explodierte der Vulkan, bis das Feuer schließlich erlosch und der Vulkan (vermutlich bis zum nächsten Jahr) verstummte. Und wer jetzt noch nicht nach Hause wollte, konnte noch bei einem zweiten Still Collins-Set den Abend bzw. die Nacht der Vulkane ausklingen lassen.
Die Zuschauer hatten sichtlich Spaß.
Auch das Maskottchen „Laachus“ gab sich die Ehre.
Ein Höhepunkt des Abends war der sicherlich der Auftritt der Band Still Collins. Die Band rockte die Festwiese.
Hans Peter Ammel (li) und Jörg Lempertz (re.) im Interview mit RPR1 Moderater
Feuerkünstler Lemmi unterhielt das Publikum während der Umbaupause.
