Weitwanderung der Wehrer Watzmänner
Mystische Einsamkeit und zauberhafte Ausblicke
Wehr. Die Weitwanderung des Wanderjahres 2020 führt die Wehrer Watzmänner ins Naheland. Man wandert über den 85 Kilometer langen Soonwaldsteig, der von Kirn an der Nahe auf fünf Tagesetappen über die Quarzitkämme von Lützelsoon und Großem Soon bis nach Bingen am Rhein führt. Die im Jahre 2009 eröffnete Route besticht durch ihre ungewöhnliche Abgeschiedenheit, werden doch auf einer Länge von mehr als 40 Kilometern keine menschlichen Siedlungen angelaufen. Man kann also eins sein mit der unberührten Natur und eintauchen in das sanfte Abenteuer, wie das Motto des Prädikatswanderweges verspricht. Neben einem enorm hohen Pfadanteil, bereichern mehrere mittelalterliche Gemäuer, ein Besucherbergwerk und eine Reihe von Aussichtstürmen diese traumhafte Route im Rheinischen Schiefergebirge. Vom Startpunkt in Kirn läuft der Soonwaldsteig in das wildromantische Hahnenbachtal hinein, führt an den Ruinen von Steinkallenfels und Schloss Wartenstein vorbei in den winzigen Weiler Rudolfshaus hinein, wo die 1. Etappe endet. Der zweite Tag steht ganz im Zeichen der Bergwerkstradition, liegt doch das Besucherbergwerk Herrenberg am Weg. Aber auch die Rekonstruktion der keltischen Höhensiedlung Altburg, die gigantischen Ausmaße der Ruine Schmidtburg, der Wassererlebnispfad Hahnenbachtal und zum Schluss die Burgruine Koppenstein prägen die 20 Kilometer lange Königsetappe. Der 3. Teilabschnitt besticht durch seine ausgesprochen mystische Einsamkeit. Im Nebel und auf felsigem Geläuf über die Quarzitkämme zu wandern, dabei den höchsten Berg im Soonwald, die Ellerspring zu überschreiten und durch das Naturschutzgebiet Glashütterwiesen zu wandern ist auch für die Watzmänner ein besonderes Erlebnis. Am vierten Wandertag ist mit 23 Kilometern die längste Wanderstrecke zu bewältigen. Gleich zwei Aussichtstürme liegen am Weg, die allerdings wegen des Nebels nur mäßige Anziehungskraft ausüben. Aber auch auf diesem Teilabschnitt versprüht der Soonwaldsteig seine ungeheuren Reize. Die abschließende Zieletappe vom Forsthaus Jägerhaus nach Bingen trägt einen gehörigen Schuss Rheinromantik zu dem herausragenden Wanderensemble Soonwaldsteig bei. Durch das wilde Morgenbachtal und die sehenswerte Steckenschläferklamm geht es in das Rheintal hinein. Burg Reichenstein ist zu sehen und Burg Rheinstein liegt am Weg. Vom Aussichtspunkt Damianskopf fällt schließlich der Blick ins Rheintal und auf den Zielort Bingen, wo diese traumhafte Weitwanderung auf dem Soonwaldsteig ihr Ende nimmt. Aussagekräftige bebilderte Wanderberichte sind auf der Internetseite www.profirouten.de einzusehen.
