In Gesprächsrunden können Bürgerinnen und Bürger ihre Betroffenheit zum Ausdruck bringen
24.07.: Nach Tötungsdelikt: Gimmigen trauert gemeinsam
Bad Neuenahr-Ahrweiler-Gimmigen. Gimmigen steht unter Schock: Eine 31-jährige Frau, die seit dem 17. Juli als vermisst galt, wurde tot aufgefunden. Unmittelbar nach der Vermisstenmeldung leitete die Polizei umfangreiche Such- und Ermittlungsmaßnahmen ein. Zwei Tage später, am 19. Juli, führte ein entscheidender Hinweis die Ermittler zu einem Wohnhaus im Ortsteil Gimmigen, wo die Leiche der Vermissten entdeckt wurde. Ihr Ex-Ehemann steht unter dringendem Tatverdacht. Er hat die Tat inzwischen eingeräumt und befindet sich in Untersuchungshaft. Die Hintergründe der Tat sind derzeit noch Gegenstand polizeilicher Ermittlungen.
Die Anteilnahme im Ort ist groß. Die 31-Jährige galt als sehr beliebt und engagiert, viele kannten sie persönlich. Die Bürgerinnen und Bürger von Gimmigen, einem Stadtteil mit ausgeprägtem Gemeinschaftssinn und engem Zusammenhalt, sind tief betroffen. Ortsvorsteher Stephan Hübinger beschreibt die Trauer im Dorf. „Niemand im Ort konnte sich eine solche Tat vorstellen“, sagt Hübinger.
Miteinander ins Gespräch kommen
Um den Bürgerinnen und Bürgern Raum für Austausch und Verarbeitung zu bieten, hat Hübinger Gesprächsrunden im Bürgerhaus ins Leben gerufen. Das Bürgerhaus ist ein zentraler Ort der Begegnung in Gimmigen und eigentlich ein Ort zum wohl fühlen. „Es ist wichtig, dass die Menschen in ihrer Betroffenheit miteinander ins Gespräch kommen“, erklärt er. Die Resonanz war groß: Bereits am ersten Abend kamen über zehn Personen, am folgenden Tag rund 20.
Insgesamt finden die Treffen die ganze Woche über statt. Bei Bedarf könne das Angebot verlängert werden, so Hübinger.
Anfangs sei er unsicher gewesen, ob eine solche Initiative sinnvoll sei, berichtet der Ortsvorsteher. Nach Rücksprache mit einem Seelsorger, der zur Durchführung riet, wurde schließlich ein Wochenplan erstellt. Bei jeder Gesprächsrunde waren Mitglieder der Bürgergesellschaft anwesend. Zudem standen professionelle Seelsorger zur Verfügung, darunter Pfarrer Jörg Meyrer und Notfallseelsorger Gerd Sebastian. „Wer darüber hinaus Gesprächsbedarf hat, kann sich jederzeit an mich wenden“, so Hübinger. Er stellt gerne den Kontakt zu professionellen Gesprächspartnern her. Die Gemeinde versucht nun, in dieser schweren Zeit gemeinsam Halt und Trost zu finden. Der tragische Vorfall hat Gimmigen tief erschüttert, aber auch erneut gezeigt, wie stark der Zusammenhalt im Ort ist.
Auch Guido Orthen, Bürgermeister von Bad Neuenahr-Ahrweiler, brachte gegenüber BLICK aktuell seine Betroffenheit zum Ausdruck. „Mein tiefes Mitgefühl ist bei den Familien, bei den Freunden und Gefährten. In Gedanken und im Gebet bin ich bei jenen, die in diesen Tagen besonders getroffen sind. Dankbar bin ich für das große Engagement in Gimmigen. Dafür, dass die Menschen und die großartige Dorfgemeinschaft in diesen Tagen füreinander da sind“, so der Bürgermeister weiter. ROB
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