Allgemeine Berichte | 15.01.2020

Vorbereitungen in Schuld laufen auf Hochtouren

Nach langer Abstinenz wieder Passionsspiele

Die letzte Aufführung fand 2004 statt

Die Proben laufen auf Hochtouren. Matthias Beer (re.) hat die Regie übernommen. Fotos: SES

Schuld. Fünfzehn Jahre ist es her, dass in Schuld die bekannten und beliebten Passionsspiele zum letzten mal aufgeführt wurden. Im Jahre 2004 wurde nach drei Aufführungen abgebrochen. Zwei Mitglieder des Ensembles waren tödlich verunglückt. Weil viele Bekannte Freunde und Verwandte in der Gruppe mitspielten, waren sie durch die psychische Belastung nach diesem schrecklichen Unfall nicht mehr in der Lage, weiterzumachen. Das hielt die nächsten Jahre auch an, und die Passionsspiele konnten nicht fortgeführt werden.

Erfolgloser Versuch im Jahre 2018

Im Jahr 2018 wurde vergeblich ein Neustart versucht. Man nahm sich aber fest vor, es im Jahre 2020 noch einmal zu probieren. So trafen sich im Sommer 2019 Verantwortliche der Freilichtbühne und des Pfarrgemeinderates St. Gertrud, um gemeinsam über eine Wiederaufnahme der Passionsspiele nachzudenken und sie wieder auferstehen zu lassen. Nach einer Umfrage der Aktiven der Freilichtbühne und der Mitglieder der Pfarrei war man der Meinung, diese Aufgabe bewältigen zu können.

Zunächst wurden die früheren Mitspieler angesprochen. Dabei stellte sich heraus, dass viele Hauptrollen neu besetzt werden mussten, da die Ehemaligen gestorben waren oder aus anderen Gründen nicht mehr zur Verfügung standen. Man bemühte sich aber weiter und fand schließlich genügend Personal, um die weiteren Planungen in Angriff zu nehmen.

Der frühere Regisseur ist inzwischen verstorben

Da der frühere Regisseur Walter Pfahl inzwischen verstorben war und sein Nachfolger Willi Bläser aus gesundheitlichen Gründen auch nicht mehr Lage war, mitzumachen, musste dieser Posten auch neu besetzt werden. Hier hatte man den Gemeindereferenten Mathias Beer ins Auge gefasst, der sich auch bei den Vorbereitungen schon mit eingebracht hatte. Er stimmte nach einiger Bedenkzeit zu, die Regiearbeit zu übernehmen. Unterstützt wird er seitens der Freilichtbühne von Ludwig Thelen, der schon in früheren Aufführungen in der Regie mitgearbeitet hat.

So kehren die Passionsspiele, deren Uraufführung im Jahre 1984 war, nach 15 Jahren wieder nach Schuld zurück. Inzwischen sind die Rollen alle besetzt und sogar die Bühne, die 15 Jahre im Lagerraum der Freilichtbühne deponiert war, ist aufgebaut. Auch die Kostüme und viele Requisiten sind noch von damals vorhanden, und die Proben sind im vollen Gange.

Die Aufführungstermine

Premiere ist am Samstag, 14. März um 19 Uhr. Weiter geht es am Sonntag, 15. März um 17 Uhr, Samstag, 21. März um 19 Uhr, Sonntag, 22. März um 17 Uhr, Samstag, 28. März um 19 Uhr, Sonntag, 29. März um 17 Uhr, Samstag, 4. April um 19 Uhr und Sonntag, 5. April um 17 Uhr.

Einlass ist eine Stunde vor Beginn und die Spieldauer beträgt zwei Stunden. Der Vorverkauf ist von montags bis freitags zwischen 17 und 19 Uhr unter Tel. (0 26 95) 93 18 60, Fax (0 26 95) 93 18 68, E-Mail passion-schuld@web.de, Homepage: www.passion-schuld.de.

Die Eintrittspreise betragen elf Euro für Erwachsene und sieben Euro für Kinder. Es gibt eine Gruppenermäßigung in Höhe von einem Euro pro Person ab 20 Personen. SES

Eine Szene aus der Uraufführung im Jahre 1984.

Eine Szene aus der Uraufführung im Jahre 1984.

Nach 15 Jahren Pause mussten viele Rollen neu besetzt werden.

Nach 15 Jahren Pause mussten viele Rollen neu besetzt werden. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM

Passionsspiele in Schuld am 13 März 2004: Die Soldaten spielen um Jesu Kleider.

Passionsspiele in Schuld am 13 März 2004: Die Soldaten spielen um Jesu Kleider. Foto: Heinz-Toni Sesterheim

Ebenfalls am 13 März 2004 fand diese Szene statt, in der Josef von Arimatäa Jesus hilft, das Kreuz tragen.

Ebenfalls am 13 März 2004 fand diese Szene statt, in der Josef von Arimatäa Jesus hilft, das Kreuz tragen.

Die Proben laufen auf Hochtouren. Matthias Beer (re.) hat die Regie übernommen. Fotos: SES Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM

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