Allgemeine Berichte | 12.02.2024

- Anzeige - 44 Millionen Euro kostet das neue Moselbad in Koblenz-Rauental – Eröffnung im Spätsommer

Nach zwölf Jahren Abstinenz eine tolle „Technik-Badeoper“

Stadtwerke Koblenz und Tochter legten größten Wert auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Auf der Hallenbadbaustelle präsentierten Lars Hörnig von links Albert Diehl Daniel Genz David Langner und Prof Dr Christian Kuhn die neuen Plakate. Fotos: HEP

Koblenz. Für 44 Millionen hätten Kommunen früher eine „Badeoper“ (Palast) bekommen. Wir haben aber nicht mehr „früher“ und deshalb wird der Neubau im Moselbogen im Koblenzer Stadtteil Rauental „nur“ ein Bürgerbad. Aber das ist nicht von „schlechten Eltern“, denn es kann nach der Eröffnung im Spätsommer mit tollen aufregenden Features aufwarten. Um die vorab schon zu präsentieren hatten die Stadtwerke Koblenz (SWK) mit ihren beiden 100-prozentigen Tochtergesellschaften Koblenzer Bäder GmbH (KBG) und Koblenzer Verkehrsbetriebe GmbH (koveb) Medienvertreter zu Infogespräch und Rundgang durch das bald fertige Moselbad (das ist der neue Name) eingeladen.

Lars Hörnig, Geschäftsführer der Stadtwerke Koblenz erläuterte: „Das Projekt Moselbad mit Sauna und Gastronomie wird von den Stadtwerken überwiegend durch Eigenmittel finanziert.“ Vom Land wird für Grundstück und Außenanlagen ein Zuschuss von 1,6 Millionen Euro erwartet. Apropos Außenanlagen: Von den Liegen schaut man auf die nahe Mosel. Die Regionalität wird am Sitzplatzplateau und auch sonst durch 40 Rebstöcke und vier Pfirsichbäume unterstrichen. Wer die Früchte ernten darf ist noch unklar. Natürlich gibt es auch Spiel- und Sportflächen für die jüngeren Besucher mit Beachvolleyballfeld und Tischtennisplatte. Auch das passt zu dem SWK-Slogan von Lars Hörnig: „Wir bewegen Koblenz“. Schließlich sind die Stadtwerke im Dreiklang unterwegs mit Hafen, Bädern und Verkehrsbetrieben.

Oberbürgermeister David Langner, Vorsitzender der SWK-Gesellschafter-Versammlung, hob hervor: „Es war unser Anspruch in Koblenz den Bürgern ein Hallenbad mit Sauna zur Verfügung zu stellen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir bieten den Koblenzern ein vielseitiges und hoch modernes Bad.“ Übrigens haben SWK und Koblenzer Bäder GmbH entschieden, dass oben ohne schwimmen und sonnen erlaubt sind, obwohl der Stadtrat das mal abgelehnt hatte.

Aber das Moselbad ist kein städtisches Bad, die Stadt hat lediglich dafür gesorgt, dass Stadtwerke und Koblenzer Bäder GmbH mit entsprechenden Mitteln zum Neubau ausgestattet werden. Und das Gerangel um Sauna und Gastronomie, die wird von der KBG selbst betrieben, denn ein Pächter wurde nicht gefunden, ist Schnee von gestern.

Wahrzeichen des Moselbads ist der Sprungturm mit ein- und drei-Meter-Brett sowie einer Fünfmeter-Plattform. Deshalb, aber auch zum Tauchen, ist das Sprungbecken 3,80 Meter tief. Es hat aber einen Hubboden. „Den brauchen wir um Auqa-cycling (Radfahren unter Wasser) zu ermöglichen und die Wasser-Verdunstung zu minimieren“, erläuterte beim Rundgang Albert Diehl, technischer KBG-Geschäftsführer.

Energiesparen gehört auch zu den beeindruckenden Features des Moselbads: Dazu gehören 30 Geothermie-Bohrungen mit jeweils 150 Metern Tiefe, Solarthermie- und Photovoltaikanlagen, Regenwasser sowie rückfließendes Filterwasser sorgt für die Bewässerung im Außenbereich. Dadurch können ohne Energieverschwendung das Wasser auf fast 30 Grad im Sportbecken und im Bewegungsbecken auf 32 Grad aufgeheizt werden. Das ist fast Thermalbadtemperatur, denn in der Emser Therme hat im Innenbecken 33 Grad.

Neben dem tollen Atrium, das Sichtschutz bietet, haben die Saunakabinen keine Fußbodenheizung, sondern das Gegenteil. Die Hitze wird durch ein Rohrsystem im Boden aufgefangen und nach draußen geleitet, um Wege möglichst schnee- und eisfrei zu halten.

Moderne Technik auch auf dem großen Parkplatz und der Tiefgarage: Hier werden die Autokennzeichen registriert, müssen dann am Kassenautomaten eingegeben und die Parkgebühr bezahlt werden. Also einfaches rein- und rausfahren ohne Schranke und Papierchen.

„Und wer das Bezahlen vergessen hat, kann das noch bis zu zwei Tage später online nachholen“, erläuterte Prof. Dr. Christian Kuhn, kaufmännischer KGB-Geschäftsführer. Er freut sich, dass er schon vor Monaten Daniel Genz als Betriebsleiter und eine Assistentin als Mitarbeiter gewonnen hat: „Aber wir brauchen noch weitere“, sagte er.

Und das, obwohl der Kassenbereich spärlich oder gar nicht besetzt ist: „Eintrittstickets gibt es im Onlineshop, am Bargeldautomat oder am Bargeldlosenautomat. Gastronomieverzehr kann aufgebucht werden und durch Drehkreuze geht’s ins Hallenbad oder den Saunabereich.

Jedenfalls können sich die Bürger nach zwölf Jahren Koblenzer Hallenbad- und Saunababstinenz wohl doch nach heutigem Begriff auf eine „Technik-Badeoper“ freuen. HEP

Beim Rundgang wurde auch das Nichtschwimmerbecken mit Sitzbank bestaunt.

Beim Rundgang wurde auch das Nichtschwimmerbecken mit Sitzbank bestaunt.

Auf der Hallenbadbaustelle präsentierten Lars Hörnig von links Albert Diehl Daniel Genz David Langner und Prof Dr Christian Kuhn die neuen Plakate. Fotos: HEP

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