Allgemeine Berichte | 03.05.2019

Jahreshauptversammlung des Vereins „Die Brücke Mendig e.V.“

Nachbarn stehen füreinander ein

Verein wurde mit dem „Zukunftspreis Heimat“ der Volksbank RheinAhrEifel eG ausgezeichnet

Generationenübergreifendes Miteinander: der Verein „Die Brücke Mendig“. Fotos: FRE

Mendig. Im Dezember 2015 gründeten 23 vorwiegend im Mendiger Ernteweg lebende Bewohner den Verein „Die Brücke Mendig e.V.“. Ziel des Vereins ist die Entwicklung einer Nachbarschaft, wie sie früher üblich war. Die Mitglieder wollen sich umeinander kümmern und dafür sorgen, dass jeder in seiner Wohnung oder seinem Haus wohnen kann, so lange es eben geht. Dazu gehört auch die Organisation von Besuchen, Fahrdiensten, Pflege, Reinigung, etc. durch den Verein und dessen Mitglieder.

In den vergangenen Jahren gab es einige Ereignisse, an denen sich die guten Absichten bzw. die Ziele des Vereins messen lassen konnten. Ob es sich um kleinere „Wehwehchen“, schwerwiegende Erkrankungen, Probleme mit Behörden oder Versicherungen, Probleme rund ums Haus und den Garten, rechtliche Probleme oder einfach nur eine Autopanne handelte – immer war jemand aus dem Verein zur Stelle oder kannte jemanden, der helfen konnte.

Aufgrund ihrer Berufe verfügen die Mitglieder über fundierte Sachkompetenz in ganz unterschiedlichen Bereichen, wie Ärzte, Apotheker, Anwälte oder Versicherungsfachleute.

Der Verein bedient sich jedoch auch externer Dienstleister. So werden die Mitglieder zu Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Testamentsfragen von einem Notariat in Mayen beraten, und auch ein Team von Handwerksunternehmen wird immer wieder gern in Anspruch genommen. Für die Vermittlung von ausländischen Pflegekräften arbeitet „Die Brücke“ mit einer Agentur zusammen, die eines der Mitglieder ins Leben gerufen hat. Ein weiteres Mitglied betreibt in Koblenz einen großen Pflegedienst und bietet im Bedarfsfall Beratung oder Versorgung auch in Mendig an. Wer nun denkt, bei dem Verein „Die Brücke“ handele es sich um einen „Club von Greisen“, der irrt gewaltig. Während knapp die Hälfte der Mitglieder über sechzig Jahre alt ist, liegt der Altersdurchschnitt der restlichen Brückenschwestern und -brüder bei unter fünfzig Jahren. Die jüngsten Paare haben gerade ihren dreißigsten Geburtstag gefeiert. Deren Motivation ist einfach genial: „Wir werden auch mal alt und freuen uns dann auf den Kontakt mit jungen Menschen.“

Geselligkeit und Unterhaltung

Die Vereinsmitglieder treffen sich alle zwei Monate in den privaten Räumen von Vereinsgründers Bernd Neitzert und dessen Ehefrau Jutta zu einem zwanglosen und oft sehr unterhaltsamen Beisammensein. Während die Eheleute Neitzert die Vereinsmitglieder wie gute und gern gesehene Gäste großzügig mit Getränken bewirten, bringt jeder eine kulinarische Überraschung mit, wie zum Beispiel einen leckeren Salat, Käse oder einen raffinierten Dip.

So auch kürzlich, wobei im Focus dieses Treffens die Jahreshauptversammlung des Vereins stand. Der 1. Vorsitzende Bernd Neitzert hieß neben den anwesenden Mitgliedern auch die Gäste Ulrike und Andreas Jäger sowie Judith Blum aus Mendig willkommen, wobei Letztere gerne Mitglied des Vereins werden möchte.

Im Anschluss an den Rechenschaftsbericht von Bernd Neitzert und den Kassenbericht des Kassenwarts Dieter Weiler bescheinigte Kassenprüferin Laura Mies eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Kassenwarts und des Vorstands. Dem wurde einstimmig stattgegeben.

Wahlen erfolgten einstimming

Nachdem Hans-Joachim Haese zum Wahlleiter ernannt worden war, wurden die Vorstandsmitglieder wie folgt einstimmig wiedergewählt: 1. Vorsitzender Bernd Neitzert, 2. Vorsitzende Brigitte Müller, Stellvertreter Horst Scherer. Außerdem wurden wiedergewählt Kassenwart Dieter Weiler und Schriftführerin Hildegunde Weiler. In den Ehrenbeirat wurden – ebenfalls einstimmig – gewählt Michaela Müller, René Hissler und Hans-Joachim Haese.

Der 1. Vorsitzende Bernd Neitzert berichtete von der festlichen Verleihung des mit 500 Euro dotierten „Zukunftspreises Heimat“ an den Verein durch die Volksbank RheinAhrEifel eG.

Des Weiteren wurde der Vorstand mit der Erstellung eines Konzepts beauftragt, das die Handhabung von Gratulationen zu Geburtstagen, einen „Heinzelmännchen-Dienst“ (für kleine Hilfeleistungen, falls gewünscht) sowie eine Kinderbetreuung beinhalten soll.

Außerdem wurde beschlossen, dass jedes Mitglied eine aktuelle Mitgliederliste erhält. Aus datenschutzrechtlichen Gründen muss jedoch zunächst von jedem eine schriftliche Einverständniserklärung abgegeben werden.

„Brücke“ kontaktiert „Engel“

Zum Abschluss des offiziellen Teils des Abends berichtete Bernd Neitzert von dem ebenfalls von ihm mit gegründeten Koblenzer Verein „Die versteckten Engel“, der schnell und unkonventionell bedürftige Kinder unterstützt. Neitzert schlug vor, die „versteckten Engel“ in die Vereinsarbeit der „Brücke“ mit einzubeziehen. Die Mitglieder erklärten sich einmütig damit einverstanden, und es wurde beschlossen, dass Bernd Neitzert Kontakt mit Hiltrud Surges aufzunehmen möge, die sich schon seit vielen Jahren mit ihrem Verein „Regenbogen“ für bedürftige Kinder erfolgreich einsetzt. Das nächste Treffen des Vereins „Die Brücke“ findet am 14. Juni statt. Entsprechende Einladungen werden an die Mitglieder versandt.

FRE

Der Vereinsgründer und 1. Vorsitzende Bernd Neitzert sowie seine Ehefrau Jutta freuen sich ebenso wie alle Vereinsmitglieder über die Auszeichnung durch die Volksbank RheinAhrEifel eG mit dem „Zukunftspreis Heimat“.

Der Vereinsgründer und 1. Vorsitzende Bernd Neitzert sowie seine Ehefrau Jutta freuen sich ebenso wie alle Vereinsmitglieder über die Auszeichnung durch die Volksbank RheinAhrEifel eG mit dem „Zukunftspreis Heimat“.

Generationenübergreifendes Miteinander: der Verein „Die Brücke Mendig“. Fotos: FRE

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