Allgemeine Berichte | 27.04.2021, 09:19 Uhr

Nonnenwerther Schülerfirma Ceaseless siegreich beim Landeswettbewerb

Nachhaltig und frei von Plastik

Jungunternehmen überzeugt mit ökologisch-innovativem Produkt, treffsicherem Marketing und solider Buchhaltung

Die von der Nonnenwerther Schülerfirma Ceaseless vertriebenen Reinigungspads sind nachhaltig und frei von Plastik. Foto: Ceaseless
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Nonnenwerth. Als die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig am Mittwochabend den Sieger im Landeswettbewerb der Schülerfirmen bekannt gab, war der Jubel bei den Schülerinnen und Schülern des Franziskus Gymnasium Nonnenwerth groß: Die Schülerfirma Ceaseless, die plastikfreie und nachhaltig produzierte Abschmink-Pads vertreibt, gewinnt den Wettbewerb und wird für das Land in wenigen Wochen beim Bundeswettbewerb antreten. Das Wahlfach Wirtschaft wird seit 2014 auf Nonnenwerth als dem ersten Gymnasium im Rheinland-Pfalz mit dem eigens von der Schule entwickelten Lehrplan angeboten. Neben der Vermittlung einer ökonomischen Grundbildung und dem Besuch von BWL-Vorlesungen steht die Gründung eines echten Start-Ups auf dem Programm. Seither feiern die Nonnenwerther Schülerinnen und Schüler regelmäßig landes- und bundesweite Erfolge: In den vergangenen fünf Jahren gingen nunmehr drei Siege beim landesweiten Schülerfirmen-Wettbewerb an das Franziskus Gymnasium. Auch in diesem Jahr hatten sich gleich drei Nonnenwerther Schülerfirmen mit innovativen Produkten und solider Buchhaltung für den Landeswettbewerb qualifiziert. Bei dem von dem Junior-Programm des Instituts der deutschen Wirtschaft ausgerichteten Wettbewerb präsentierten sich die Schülerfirmen in diesem Jahr digital. Neben einem vorbereiteten Bewerbungsvideo mussten sie der kritischen Jury Rede und Antwort z.B. zu den Themenfeldern Geschäftsidee, Preisgestaltung und Finanzen stehen. An virtuellen Messeständen fand ein weiterer Austausch statt. Außerdem konnten sich alle Wettbewerbsteilnehmer am Nachmittag in einem Chat-Karussell kennenlernen und austauschen. Hierfür wurden jeweils dreiminütige Videochats per Zufall zugeordnet. „Wir lernten sehr viel über die anderen Unternehmen und konnten uns einen Einblick in deren Arbeit verschaffen“, berichtet Leandro Wernscheid, Vize-Chef des siegreichen Nonnenwerther Start-Ups Ceaseless. „Verwundert stellten viele fest, dass wir – im Unterschied zu den anderen teilnehmenden Schülerfirmen – nicht etwas aus der 12. Klasse kommen, sondern erst die Klasse 9 besuchen.“ Als dann im Anschluss an intensive Beratungen der Jury Bildungsministerin Stefanie Hubig und Mechthild Kern vom Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft, Weinbau und Verkehr die Platzierungen bekannt gaben, stieg die Spannung ins Unermessliche. „Als unser Name schließlich genannt wurde brach ein Riesenjubel bei uns aus. Wir sind sehr stolz auf das, was wir uns erarbeitet haben“, so Leandro Wernscheid. Auch der Chefin von Ceaseless, Anna Glaser, merkte man ihre große Freude über den Erfolg an. In ihrer Ansprache bedankte sie sich zugleich bei den betreuenden Lehrerinnen Astrid Heilmann-Cappel und Anne Frommeyer sowie dem Junior-Programm für die gute Unterstützung und Förderung. Nachdem die Nonnenwerther ihren Erfolg ausgiebig, wenn auch nur digital, feierten, rückte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Ceaseless der nahende Bundeswettbewerb rasch in den Fokus. Für Leandro Wernscheid ist die Perspektive klar: „In Berlin wollen wir natürlich auch so gut wie möglich abschneiden. Bis dahin werden wir weiterhin mit großem Engagement ans unserem Produkt arbeiten und wollen uns stetig weiterentwickeln.“ Die Nonnenwerther Schulgemeinschaft drüückt dafür die Daumen.

Die von der Nonnenwerther Schülerfirma Ceaseless vertriebenen Reinigungspads sind nachhaltig und frei von Plastik. Foto: Ceaseless

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