Eröffnung der Sonderausstellung „Willkommen zuhause!? Flucht und Vertreibung“
Nachkriegsgeschichte hautnah erleben
Andernach. Im großen Saal des Andernacher Stiftshospitals fand am 26. Mai 2023 um 11 Uhr die Eröffnung der Sonderausstellung „Willkommen zuhause!? Flucht und Vertreibung“ statt. Die Ausstellung, die vom 26. Mai bis zum 29. Oktober 2023 im Stadtmuseum Andernach zu sehen ist, beleuchtet das Schicksal der tausenden Heimatvertriebenen, die ab den 1950er Jahren in Andernach und Umgebung ein neues Leben begannen. Begleitend ist in der Reihe der „Andernacher Beiträge“ mit Band 38 ein Buch zur Ausstellung erschienen. Zunächst begrüßte Stadtbürgermeister Claus Peitz die zahlreich erschienenen Gäste, bei welchen es sich neben Verantwortlichen der Stadt überwiegend um Zeitzeugen handelte. Anschließend berichtete Sylvia Schwitaller vom Historischen Verein von der schwierigen Aufarbeitung und den emotionalen Interviews mit Zeitzeugen, die der Verein seit 2020 führte. Sodann richtete Museumsleiter Dr. Kai Seebert das Wort an die Gäste und erläuterte die Struktur der Ausstellung, welche sich wie folgt gliedert: Zunächst erfolgt die Vorstellung der ehemaligen deutschen Ostgebiete Preußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland. Dann werden die Vertreibung ab Januar 1945 und anschließend die Ankunft in Andernach gezeigt. Hierzu sind Original Artefakte des täglichen Lebens zu sehen und Interviews der Zeitzeugen zu hören. Drei Damen der Kreismusikschule begleiteten die Veranstaltung an der Tischharfe. Im Anschluss an die Veranstaltung besuchten die Gäste die Ausstellung im benachbarten Stadtmuseum.
Museumsleiter Dr. Kai Seebert präsentiert das Plakat, welches zwei Schwestern zeigt. Das Foto stammt aus seinem persönlichen Familienbesitz.
Ein Zeitzeuge zeigt die langen Wege der Flucht und Vertreibung.
