Allgemeine Berichte | 06.02.2026, 14:14 Uhr

Sicherstellung der Notfallversorgung: Landrätin Anke Beilstein drängt weiter auf Ausbau der nächtlichen Luftrettung

Nachtflugrettung: Ein Rettungsanker für den ländlichen Raum

Symbolbild.
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Kreis Cochem-Zell. Landrätin Anke Beilstein fordert weiterhin vehement den Ausbau der nächtlichen Luftrettung in Rheinland-Pfalz.

Seit dem Sommer 2024 richtet sich ihr Appell an Innenminister Ebling, um die Notfallversorgung insbesondere im ländlichen Raum zu stärken. In diesen Regionen ist das Krankenhausnetzwerk nicht so dicht wie in Ballungszentren, was längere Wege und damit Verzögerungen im Notfall bedeuten kann.

Unterstützung erhält Beilstein von den Westerwälder Landräten Dr. Enders, Hallerbach und Schwickert, die ebenfalls auf die Herausforderungen in ländlichen Gebieten hinweisen.

Am 22. Januar bekräftigte Beilstein in einem weiteren Schreiben ihre Forderung nach einem zusätzlichen nachttauglichen Rettungshubschrauber im nördlichen Rheinland-Pfalz. Durch die vermehrten Klinikschließungen, besonders im nördlichen Teil des Bundeslandes, hat die Versorgungslage sich verschlechtert. Die längeren Anfahrtswege zu den verbliebenen Kliniken stellen große Herausforderungen dar, die durch die verstärkte Nutzung von Rettungshubschraubern abgemildert werden könnten. Gerade in lebensbedrohlichen Situationen könnte so die medizinische Notfallversorgung erheblich verbessert werden.

Die Stationierung dieser Hubschrauber muss so erfolgen, dass sie den tatsächlichen Bedarf abdecken und Patienten nicht durch lange Anflugwege gefährdet werden. Ein positives Beispiel ist die Ausweitung der Einsatzzeiten des in Mainz stationierten Rettungshubschraubers, der nun rund um die Uhr zur Verfügung steht. Diese Entwicklung wird von Beilstein als Bestätigung ihrer Forderungen gesehen. Sie warnt jedoch davor, dass der Norden des Landes erneut benachteiligt werden könnte.

Die Kreisverwaltung und Landrätin Beilstein sind sich einig, dass die Notfallversorgung mit der sich wandelnden Krankenhausstruktur Schritt halten muss. Wenn wohnortnahe Kliniken schließen, müssen die Rettungsstrukturen angepasst werden, damit auch die ländlichen Gebiete eine schnelle medizinische Hilfe erhalten können. Der Ausbau der Luftrettung ist ein zentraler Bestandteil der Bemühungen, die medizinische Versorgung trotz schwieriger werdender Rahmenbedingungen sicherzustellen. Beilstein betont, dass die veränderte Krankenhauslandschaft Realität ist, die Menschen im ländlichen Raum jedoch keinen Nachteil im Notfall haben dürfen. Sie fordert daher von der Landesregierung klare und zeitnahe Entscheidungen.

BA

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