Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin
Närrische Show: Disney trifft 70er Jahre
Lahnstein. Beim Kolping-Karneval im Pfarrzentrum am Europaplatz konnte das Seelen-Akku in großer Gemeinschaft aufgeladen werden. Elmar Schmitz und Markus Schild sorgten als Moderatoren dafür, dass das närrische Portfolio mit Tanz, Musik und Wort weit gespannt werden konnte. Die Band „SAM“ aus Bad Hönningen wurde ihrem Ruf als stimmungsvolle Tanz- und Showband voll gerecht. Die Tanzgruppe der Kolpingjugend Nievern ließ das Discofieber steigen. Leichtfüssig wirbelte die Gruppe mit Glitzer und Glamour über die Bühne zum Sound der 70er Jahre. Protokoller Thomas Schneider brachte den Aberwitz des vergangenen Jahres in gereimter Form unter die Leute. Beispiel Weltpolitik: „Der tote Waschbär über seiner Stirn hat mehr Gehirnmasse als sein eignes Gehirn.“ Wer da wohl gemeint war? Beispiel Stadtpolitik: „Lennart, hör‘ auf‘s Volk und sei nicht dumm, dreh die Adolfstraße doch wieder rum.“ Violett-weiß sind die Uniformen der Lahngarde des SV Fachbach, die ein weiteres optisches Glanzlicht setzten und mit viel Anmut verzauberten. Zum Disneyland der Fantasien wurde die Narrhalla bei „Family und Friends“, der Mehrgenerationen-Tanzgruppe des Niederlahnsteiner Carneval Vereins (NCV) mit vielen bekannten Gesicherten. Walt Disney, dem genialen Pionier des Comics, wurde ein tänzerisches Denkmal gesetzt. In immer wieder neuen Kostümen gab es von „Arielle“ über „Aladin“ bis zu „Tarzan“ eine leidenschaftliche und energiegeladene Musical-Performance mit Hebefiguren bis unter die Saaldecke, perfekt einstudiert von Sandra und Sophie Unkelbach. Den bunten 90er Jahren erwiesen die Kellermäuse des Möhnenclubs Immerfroh mitsamt Maskottchen auf der Bühne ihre tanzende Referenz. Victoria Fuß zeichnete für die Choreografie verantwortlich. Beim schmissigen Gardetanz der Närrischen Turmgarde Lahnstein mit Trainerin Ronja Hömberger brandete Applaus aus allen Ecken der Narrhalla auf. Die Funken Rot-Weiß Koblenz-Metternich waren mit Solo-Gardetänzerin und einer stattlichen Gruppe vertreten. Da wurden die Mariechen noch auf den Händen durch den Saal getragen. Der Saal wurde mit einer zackigen Performance in karnevalistische Ekstase versetzt. Einen Angriff auf die Lachmuskeln startete auch Pfarrer Armin Sturm als letzter Sternsinger. Gaudium Maximum, also größte Freude, beim Witze-Contest von zwei Dollen. Eine Geistliche mit einem Hooligan sei eine „Non plus Ultra“. Ein Augenschmaus war der Showtanz von „Hip for Hop“, der großen Tanzgruppe des Möhnenclubs Immerfroh unter der Leitung von Laura Fuß. Auch ohne Tippi entführten sie ins Indianerland. Präzesion und Eleganz vereinten sich beim Gruppentanz. Mitsingen durften die Jecken unter anderem bei den Prinzenliedern von Prinz Sascha I. und Lahno Rhenania Sira I., die mit ihrem Gefolge, geleitet von der Trommlergruppe der Prinzengarde Funken Blau-Weiß unter der Stabführung von Jürgen Kauth lautstark in den Bau in der Südstadt eingezogen waren. Wieder einmal war die Fastnacht der Kolpingfamilie Lahnstein, St. Martin ein Glanzlicht des Lahnsteiner Sitzungskarnevals.
Die Kellermäuse des Möhnenclubs Immerfroh tanzten zum Sound der 90er Jahre.
