Dierdorfs Stadtbürgermeister Thomas Vis leitete als Sitzungspräsident die karnevalistische Ausgabe des Bürgertreffs
Närrisches Event mit Kaffee und Kuchen
Etwa 100 Bürgertreffgäste waren begeistert vom Programm in der Alten Schule
Dierdorf. Obwohl Dierdorf überwiegend evangelisch ist, zieht auch hier so langsam der Karneval ein. „Wir sind da noch nicht so fit und üben noch“, gab Stadtbürgermeister Thomas Vis bei einer Karnevalssitzung im Dierdorfer Bürgerhaus Alte Schule zu. Hier wurde der monatliche Treff, organisiert vom Bürgertreffteam Sylvia Milad, Cecilé Kroppach, Ingrid Groß und Susanne Vis in ein närrisches Event mit Kaffee, Kuchen und Getränken verwandelt, von dem etwa100 Gäste hellauf begeistert waren. Da es in Dierdorf weder eine Karnevalsgesellschaft, geschweige denn ein Prinzenpaar gibt, „ging man fremd“ in den Nachbarort Großmaischeid. Und schon empfing Sitzungspräsident Thomas Vis das Tollitätenpaar Prinz Markus I. von Blau und Weiß sowie Prinzessin Sabine I. vom Wasserturm (Simon) mitsamt Gefolge. Die KuK-Narren hatten als Highlight drei Tanzgarden der „Blau-Weißen Kometen“ mitgebracht, die von Petra und Rania Khalil trainiert werden. Die Gardegirls mussten sich mit der engen Bühnenfläche arrangieren, was ihnen aber total gelang und atemberaubende Tänze boten. Als erste ging eine „First Lady“ in die Bütt. Susanne Vis mimte das nicht nur, sondern ist es als Ehefrau von Thomas Vis auch real. Sie beschäftigte sich unter anderem mit den Querelen bei der Stadtbürgermeisterwahl: „Es wurden die Messer gewetzt und über die Konkurrenten gehetzt und ganz viel dummes Zeug geschwätzt“, kritisierte die Närrin und weiter: „Mit drei Beigeordneten geht die Stadt an den Start, damit auch jede Partei sein Pöstchen hat“. Die „First Lady“ sprach ebenso von einer Forderung: „Der Kreis Neuwied soll wolfsfrei bleiben, aber das hat wohl der Wolf zu entscheiden“. Susanne Vis bekam, wie die anderen Redner auch, begeisterten Beifall von den Bürgertreffbesuchern sowie den Karnevalsorden der Stadt Dierdorf verliehen. So war es auch bei Cecilé Kroppach. Elke Leiendecker beschrieb sich selbst und meinte: „Zur Wahl der Miss Dierdorf will ich gehn, denn ich finde mich schön“. Katja Milad und Raffaela Schröder demonstrierten, wie es bei einem Arzttermin zugehen kann. Die Urinprobe in Form einer vollen Flasche hatte die Patientin mitgebracht und das Labor teilte mit, dass nichts Auffälliges gefunden wurde. Freudig rief die Patientin ihre Tochter an und sagte, dass bei allen Kindern und auch dem Dackel alles in Ordnung sei. Lustig blickte die älteste Lieselotte Schanz-Kirst (95 Jahre) auf die Dekaden des Lebens und dessen Freuden und Leiden sowie die Folgen. Für diesen Vortrag wurde sie vom Großmaischeider Prinzenpaar besonders geehrt. Zum Abschluss des närrischen Bürgertreffs, finanziert wurde der aus der Spendenbox, die beim monatlichen Bürgertreff „gefüttert“ werden kann, dankte Stadtbürgermeister Thomas Vis allen Aktiven und auch dem Brückrachdorfer Ortsvorsteher Thomas Kreten, der mit der Musikanlange für den passenden Sound gesorgt hatte.
HEP
Prinzessin Sabine überreicht Thomas Vis Orden und Geschenk.
Dierdorfs „First Lady“ Susanne Vis nahm lokale Ereignisse auf Korn.
Ein lustiges Zwiegespräch zwischen Ärztin und Patientin sorgte für viele Lacher.
In der „Bütt“ beschäftigte sich die 95-jährige Lieselotte Schanz-Kirst mit den Dekaden des Lebens.
