KG Unkel lud zu Prunksitzung auf höchstem Niveau
Närrisches Feuerwerk gezündet
Eigene und auswärtige Spitzenkräfte unterhielten die ausgelassene Narrenschar über fünf Stunden
Unkel. Bestens gerüstet zeigte sich die Unkeler Karnevalsgesellschaft am Samstag. Wie in den Vorjahren hatte das Team um den 2. Vorsitzenden Ralf Klein die Turnhalle „Am Sonnenberg“ in einen närrisch dekoriertes Gürzenich verwandelt, in dem sich schon vor Beginn der Prunksitzung bunt kostümierte Jecken drängten. Frenetisch feierten die den Elferrat um Präsidenten Markus Winkelbach und seinen „Vize“, den KG-Vorsitzenden Manfred Himmlbach, als dieser, angeführt vom Musikcorps um Alexander Maurer, Strüssjer werfend mit den kleinen und großen Majoretten einzog.
Nachdem Winkelbach mit „Unkel, Schüren, Heister - alaaf!“ die Prunksitzung eröffnet hatte, begrüßte „Reim-Monster“ Himmelbach die Narrenschar: „Alaaf Ihr Jecken hier im Saal, mer fiere Unkeler Karneval! Wir feiern heut ne Super-Fete, sicher auch mit ner Rakete.“ Und dann zog sie ein: Prinzessin Carolina I. aus dem Hause Corvinus mit ihren Pagen Maria Laschefski und Yara Meyerding. Eskortiert wurden die drei jungen Grazien von ihrer Tanzgruppe, den „Sternen“, die sich in Footballspieler und Cheerleader mit Pompons verwandelt hatten.
Rakete für Vogel Aky
Die Jekcen im Saal begrüßten dann den Spielmannszug TV Eiche um Jürgen Wessel aus dem nahen Bad Honnef, der leichtes Spiel hatte, die närrische Stimmung am Kochen zu halten. Das gelang auch dem vorlauten Vogel Aky und seinem Freund, „Scheißerchen“ Fred van Halen. Der zuckte zusammen, als sein Kumpan den Elferrat als „Johannes-Heesters-Krabbelgruppe“ bezeichnete. Für seinen extremen Angriff auf die Lachmuskeln wurde das Bauchredner-Duo mit einer ersten Rakete belohnt, bevor die Showtanzgruppe der „Herzblättchen“ als Gärtnerinnen Tulpen aus Amsterdam in die Halle holten. „Ihr habt für uns eine ganze Blumenwiese ausgebreitet“, schwärmte der Präsident, um dann die Jecken zu einer Zeitreise in die Antike einzuladen. Als Legionäre beschützten die „New Diamonds“ die jungen Römerinnen der „New Pearls“ so schwungvoll, dass sich die beiden Tanzgruppen die nächste Rakete verdienten.
Nach diesen optischen Leckerbissen boten „De sechs Orjelspiefe“ mit Kölschen Oldies einen akustischen Hochgenuss. Wie sie hatte auch das Kölsche Tanztheater, „Die Poppelsdorfer Schlossmadämchen und -junker“ die schönsten Lieder von Ostermann und Co. aus der Bundesstadt mitgebracht. „Dat is ne joode Laden he!“, lobten die Schlossmadämcher die Unkeler Jecken, die sie mit einer donnernden Rakete verabschiedeten.
„Überflieger“ begeisterten
Als es dann dunkel wurde im Turnhallen-Gürzenich, war Insidern klar: Der Auftritt der „Flying Dancers“ steht bevor. Wie schon seit 22 Jahren zogen die Unkeler „Überflieger“, Wunderkerzen abbrennend, in Mönchskutten zu den Klängen von „Conquest of Paradise“ ein. Nachdem sich die Tänzer aus ihren dunklen Umhängen geschält hatten, präsentierten sie sich helmbewehrt in den gleißend gelben Trikots von American-Football-Spielern, die umgehend ihr Versprechen „We will rock you!“ hielten, sodass die Narrenschar den „staatzen Kääls mit breiten Schultern“, wie Manfred Himmelbach die „Flying Dancers“ bezeichnete, gerne abnahm, dass sie die „Macht in ra-, ra-, rabenschwarzer Nacht“ sind.
Neues von Oma Finchen
In der hatte sich einst Josefine Schmolzbach, besser bekannt als Oma Finchen, alias Claudia Stolte-Herdler, nach ihrem Ramazotti-Abend still und leise auf Strümpfen und ohne Licht zu machen, ins Schlafzimmer geschlichen. „Kaum, dat ich mich aufs Bett gesetzt hatt, gab minge Hermännche Laut“, so die einstige „Glühweinkönigin“ von Unkel, die eine wahre Schimpfkanonade ihres Göttergatten über sich ergehen lassen musste. „Dabei spricht man doch wegen seiner Vatertagstour mim Dollmanns Döllef und dem Prümse Pitter von nem Himmelfahrtskommando“, wetterte die in die Jahre gekommene Grazie.
„Nu macht all met janz lieb un brav“, verabschiedet sich Oma Finchen mit „Unkel Alaaf!“, um den „Sahnetörtchen“ Platz zu machen. Die hatten sich in ihre eigene Geburtstagstorte zum 20-jährigen Bestehen verwandelt. Nachdem sie „met der Trumm, Trumm, Trumm“ über die Bühne gewirbelt waren, änderten die Jecken im Saal den Text minimal um in „Nie mih Fastelovend – ohne Üch!“ Das galt natürlich auch für den ganzen Stolz der KG, die Majoretten um Michaela Rosen und Hahn im Korb Lukas Himmelbach, die nach ihrem Gardetanz nicht ohne Zugabe entlassen wurden.
Als alte Bekannte begrüßte die Unkeler Narrenschar dann „Liselotte Lotterlappen“, die unvergleichliche Comedy-Oma mit dem Zungenschlag eines Leguans und dem Charme eines Elefanten im Porzellanladen, die jedes nur erdenkliche Fettnäpfchen mitnahm, bevor „Die Schlappkappe“, zwei charmante Mädels und fünf Jungs aus Hönningen an der Ahr, mit Hits der Bläck Fööss und der Paveier, der Höhner und von Brings lange nach Mitternacht zum fulminanten Schlussspurt der Unkeler Prunksitzung ansetzten. DL
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