Generalappell der Rheinbacher Stadtsoldaten war eine Supershow
Närrisches Programm brachte das Publikum zum Toben
Rheinbach. Seit jeher sind die Veranstaltungen der Rheinbacher Stadtsoldaten bekanntermaßen immer ein besonderes Spektakel. Und das seit Jahren bei freiem Eintritt für alle Karnevalisten. Dieses Versprechen und die Qualität der Veranstaltungen waren immer gut geplant und durchgeführt. Man konnte davon ausgehen, dass dies auch beim diesjährigen Generalappell am vergangenen Samstag nicht anders sein würde.
Was den närrischen Gästen am vergangenen Wochenende geboten wurde, stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten.
Die „gute Stube“ der Stadt Rheinbach präsentierte sich in den Farben Rot und Grün, geschmückt mit tausenden von Luftballons, liebevoll arrangiert und platziert. Dazu kamen Fahnen, die die Halle eindrucksvoll schmückten.
Vor dem offiziellen Beginn des Generalappells wurden die Jahresorden an die Aktiven der Stadtsoldaten durch den Literaten und Vizepräsidenten Wilfried Eichen verliehen, der auch für das tolle Programm verantwortlich zeichnete. Die Begrüßung der Gäste übernahm Hans-Peter Eich, der auch Sprecher des Landsturms ist. Mit einem fulminanten Einmarsch in die närrische Runde begann der offizielle Teil.
Mehr als zweihundert uniformierte Stadtsoldaten, darunter 53 Kinder, zogen begleitet vom Musikverein Eicherscheid und dem Tambourcorps „Echo“ aus Niederdrees auf die Bühne.
Die Musiker aus Niederdrees hatten an diesem Abend eine Premiere. Sie waren von den Stadtsoldaten komplett in Uniform eingekleidet worden und sind somit ein fester Bestandteil der Rheinbacher Stadtsoldaten. Kommandant und Vorsitzender der Stadtsoldaten, Willi Hohn, hatte sich etwas Besonderes einfallen lassen.
Er vereidigte die Musiker aus Niederdrees und machte sie damit offiziell zu einem Teil der Stadtsoldaten. Alle zusammen gaben ein fulminantes Bild auf der Bühne ab.
Kindertollitäten vorgestellt
Auch das Rheinbacher Kinderprinzenpaar der Stadtsoldaten der laufenden Session, Prinz Lukas I. (Münch) und seine Prinzessin Isabelle I. (Enders) waren mit auf die Bühne gekommen. Sie waren am Nachmittag vom stellvertretenden Bürgermeister Kalle Kerstholdt proklamiert worden.
Eine große Ehre wurde dem wohl dienstältesten Rheinbacher Stadtsoldaten zuteil. Erwin Schneider erhielt aus den Händen von Helmut Kessel, Vertreter des Bundes Deutscher Karnevalisten (BDK), den Verdienstorden in Gold für seine Verdienste in 53 Jahren Vereinszugehörigkeit.
Eine weitere besondere Ehrung für Erwin Schneider konnte Willi Hohn bekannt geben. „Wir werden in absehbarer Zeit eine eigene Halle bauen. Das hat Erwin schon vor vielen Jahren und immer wieder als notwendig angemahnt. Wir haben nicht auf ihn gehört. Das war ein Fehler. Zu Ehren unseres Erwin wird die neu zu bauende Halle den Namen „Erwin Schneider Halle“ tragen“, verkündete Stadtsoldatenführer Willi Hohn und überreichte Erwin Schneider das Schild, das später an der Halle hängen wird.
Bereits einige Tage zuvor hatte Erwin Schneider den Rheinbacher Stadtsoldaten ein besonderes Geschenk gemacht. Er überreichte den Stadtsoldaten nicht nur einen großen Kastenanhänger. Er schenkte seinem Verein auch gleich einen passenden Mannschaftsbus dazu.
Für ihre jahrelange Unterstützung der Stadtsoldaten und ihren Einsatz bei der Organisation von Veranstaltungen und als Oberzeugmeisterin im Verein wurde Filiz Kilinc vom BDK mit dem Verdienstorden in Bronze ausgezeichnet.
Karnevalistisches Spitzenprogramm
Als Literat der Stadtsoldaten hatte sich Wilfried Eichen mächtig ins Zeug gelegt und für die Gäste in Saal ein Spitzenprogramm zusammengestellt.
Den Auftakt machten die „Bläck Föös“ als Spitzenband aus Köln, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert. Dementsprechend wurden Lieder aus den 70er Jahren gespielt.
Als Gäste konnte Willi Hohn die Ehrengarde von 1999 aus Düsseldorf mit ihrer Tanzgarde begrüßen und Micky Brühl sorgte mit alten Karnevalsliedern für Nostalgie.
Die Gro-Rhei-Ka Narrenzunft von 1895 unter ihrem Kommandanten Lars Klie war in voller Mannschaftsstärke angetreten und zeigte den Gästen ihre diesjährigen Tänze.
Eine Augenweide mit atemberaubender Akrobatik waren die Tanzgarde „High Energie“ aus Billig und die Showtanzgarde der KG Mutscheid, die „Sugger-Girls“, die mit jeweils über 50 Tänzerinnen und Tänzern eine tolle Show boten.
Auch Torben Klein sorgte mit seinem Lied „Katharina“ dafür, dass die Närrinnen und Narren im Saal mitsangen und eine Zugabe nach der anderen forderten.
Der bekannte Entertainer und Sänger Bernd Stelter griff kräftig in die Saiten und sorgte für gute Laune. In seinem Vortrag gab er sich kämpferisch und plädierte dafür, alles zu tun, damit die Kneipen nicht aussterben.
Die Organisatoren waren sehr zufrieden
Den Schlusspunkt setzten die „Domstürmer“, die den Saal bis spät in die Nacht zum Kochen brachten. Erst kurz vor zwei Uhr morgens endete ein Programm, das seinesgleichen sucht.
„Ein tolles Programm, ein super Publikum und eine Veranstaltung ohne Eintritt war unser Ziel. Das haben wir erreicht. Ein Ansporn das hier zu wiederholen. Danke an alle, die uns hier tatkräftig unterstützt haben“, resümierte der Vorsitzende der Stadtsoldaten Willi Hohn nach der Veranstaltung.
Das Aushängeschild der Stadtsoldaten sind die Kindertollitäten. Am Nachmittag wurden Prinz Lukas I. und Prinzessin Isabelle I. proklamiert.
