Allgemeine Berichte | 31.08.2016

Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach

Natur pur - Führung durch die Komper Heide

Robert Klein (ganz rechts) vor einem Wasserbiotop.privat

Rheinbreitbach. Eingeladen hatte der Obst- und Gartenbauverein Rheinbreitbach den ersten Vorsitzendenden des Arbeitskreises für Natur- und Umweltschutz Asbacher Land (Anual) Robert Klein. Der Wunsch war ein Besuch durch das einzigartige Naturschutzgebiet und hierzu sollte er die interessierte Gruppe des Vereins fachmännisch begleiten. Hierfür traf man sich im Zentrum von Rheinbreitbach, sommerlich angezogen, doch sicherheitshalber mit Regenzeug im Rucksack ausstaffiert. „Stellenweise Regen“ oder „wechselhaft bewölkt“ heißen doch die Standards des Wetterberichtes und darauf weiß sich der erfahrene Gartenbaufreund einzustellen. Die Fahrgemeinschaften waren schnell gefunden und so erreichten ca. 25 Personen den vereinbarten Ort. Herr Klein demonstrierte an der ersten Schautafel, was die Komper Heide im Besonderen darstellt. Vor ca. 25 Jahren war dieses Gebiet eine alte Kulturlandschaft und verwaldete zunehmend. Seit den Rodungen sind viele Pflanzen und Tiere wieder zurückgekehrt, die sogar als bedroht gelten wie der Schwarzstorch, der Lungenenzian und die Glocken- und Besenheide. „Stellenweise Regen“ machte sich dann bemerkbar und es schüttete reichlich Wasser vom Himmel. Regenschirme und Plastikumhänge waren die geeigneten Mittel, um Herrn Klein querfeldein zu anderen Flächen zu folgen. So erzählte er dann, dass in dem Gebiet alleine zwölf von etwa 30 in Deutschland existierenden Torfmoosarten wachsen und bisher circa 80 verschiedene Falterarten auf der Besenheide nachgewiesen wurden. Und da die Samen der Heidepflanzen sich im Boden über sehr lange Zeit halten können, entsteht wieder neue Heidelandschaft. Hierzu wird zuvor der Rohboden abgetragen, teilweise in mühevoller Handarbeit, und stellenweise beigesät. „Hier ist die Welt wieder in Ordnung“, sagte ein Obst- und Gartenfreund, aber es bedarf wirklich viel Mühe und Engagement. Herr Klein erklärte, dass sich das „neue“ Naturgebiet weiterhin positiv entwickelt und an eine dauerhafte Beweidung durch Schafe, Ziegen oder Rinder gedacht wird.

Das war interessant, ein echtes Naturerlebnis und es liegt nahe, diesen kleinen Rundgang als Wanderung durch die Komper Heide zu wiederholen.

Weitere Informationen des OGV-Rheinbreitbach stehen in Mitteilungsblättern und im Internet - http://www.ogv-rheinbreitbach.de

Natur pur - Führung durch die Komper Heide

Robert Klein (ganz rechts) vor einem Wasserbiotop.Fotos: privat

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