Wie viel wachsen die Eichen eigentlich im Jahr?
Naturdenkmal „6 Eichen“
Kempenich. Nach Überlieferung sind die sechs Eichen um 1600 von Juden gepflanzt worden. Damals waren circa 8.000 bis 10.000 Juden in Deutschland. In Ahrweiler war eine jüdische Schule und in Wadenheim (Bad Neuenahr) gab es 1618 eine Judengasse. Das Pflanzen der Eichen beruhte wahrscheinlich auf Strafaktionen. Aufgrund des Aufmasses ist wohl sicher, dass die Bäume in unterschiedlichen Jahren gepflanzt wurden. Die ältesten Eichen sind die beiden unteren. Vor circa 30 Jahren wurden die „6 Eichen“ von zwei Kempenicher Ganoven um eine Eiche ergänzt, sie steht unmittelbar am Wanderparkplatz - die beiden wollten die Geschichte verfälschen. Seit der Messung von Manfred Becker im Jahr 1982 sind die Eichen im Durchmesser im Vergleich zu der Messung am 28. Mai wie folgt gewachsen: Eiche eins (von oben): von 0,73 Meter auf 0,86 meter, sieben Zentimeter, Eiche zwei: von 0,58 Meter auf 0,66 Meter, acht Zentimeter, Eiche drei: von 0,76 Meter auf 0,86 Meter, zehn Zentimeter, Eiche vier: von 0,70 Meter auf 0,80 Meter, zehn Zentimeter, Eiche fünf: von 0,95 Meter auf 1,10 Meter, 15 zentimeter und Eiche sechs: von 0,99 Meter auf 1,14 Meter, 15 Zentimeter. Im Mittel sind die Euchen 0,3 Zentimeter im Jahr im Durchmesser gewachsen. Die „falsche“ Eiche hat mittlerweile einen Durchmesser von 0,17 Meter.
