Allgemeine Berichte | 03.11.2020

Stadt Rheinbach

Naturschutzprojekt „Seltene Schmetterlinge in Rheinbach“

Rheinbach. Die Biologischen Stationen im Rhein-Sieg-Kreis und im Kreis Euskirchen haben im Mai ein Projekt zum Schutz des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings aufgelegt; einem Schmetterling, der zu den größten Naturschätzen unserer Region zählt, jedoch immer seltener zu finden ist. Die Biologische Station ist eine Einrichtung an der Schnittstelle von amtlichem und ehrenamtlichem Naturschutz im Rhein-Sieg-Kreis. Das Projekt wird von der NRW-Stiftung finanziert und vom Kreis wie auch den Städten und Gemeinden unterstützt. Interessierte Naturfreunde können sich im kommenden Jahr bei einem Aktionstag an der Suche nach den letzten Ameisenbläulingen links des Rheins beteiligen. Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling, zeichnet sich durch einen ungewöhnlichen Lebenszyklus aus, der ihn besonders anfällig für Störungen macht. Anders als viele andere Schmetterlinge ist er nicht nur auf eine einzige Wirtspflanze – den Großen Wiesenknopf – angewiesen, sondern auch auf das Vorkommen der Rotgelben Knotenameise, in deren Nestern die Raupen der Falter überwintern. Ohne diese beiden Wirte kann der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling nicht überleben. Prinzipiell sind sowohl der Wiesenknopf als auch die Knotenameisen auf den Wiesen und Weiden in unserer Region zwar noch weit verbreitet, doch werden die Blütenköpfe des Wiesenknopfes auf konventionell bewirtschafteten Flächen oft genau dann abgemäht, wenn die Ameisenbläulinge sie für die Eiablage benötigen. Die durch den Klimawandel vermehrt auftretenden Hitze- und Dürreperioden machen zudem den Knotenameisen zu schaffen, die sich in Feuchtwiesen am wohlsten fühlen. So findet der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling vielerorts nicht mehr die nötigen Voraussetzungen vor, um sich in unseren Landschaften halten zu können. Ganz besonders kritisch ist die Situation auch im Stadtgebiet Rheinbach. Hier befinden sich die letzten Vorkommen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings im linksrheinischen Nordrhein-Westfalen. Die Anzahl der Bläulinge ist in den vergangenen Jahren jedoch immer weiter zurückgegangen. Manche der früheren Vorkommen sind sogar bereits erloschen. Um zu verhindern, dass dieser besondere Falter endgültig aus dieser Region verschwindet, arbeiten die Biologischen Stationen mit den Gemeinden und der lokalen Landwirtschaft zusammen, um das Lebensraumangebot für die Ameisenbläulinge zu erweitern und die verbliebenen Vorkommen wieder besser zu vernetzen. Die Biologischen Stationen sind stets auf der Suche nach Landwirten und Flächeneigentümern, die Interesse daran haben, etwas für die Umwelt zu tun und sich an dem Projekt zu beteiligen. Gerade für Landwirte gibt es die Möglichkeit, über Vertragsnaturschutz Fördermittel für eine angepasste Flächenpflege zu erhalten. Zudem planen die Biologischen Stationen, im nächsten Sommer gegen Ende Juli einen Aktionstag zu veranstalten, bei dem auch in Rheinbach alle Naturfreunde dazu eingeladen werden, sich gemeinsam auf die Suche nach möglicherweise noch unbekannten Vorkommen des Dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläulings und seiner Wirtspflanze zu machen. Die Ergebnisse sollen dabei helfen, die Maßnahmen zum Schutz der Bläulinge effektiver gestalten zu können. Genauere Informationen zum Aktionstag werden von den Biologischen Stationen noch bekannt gegeben. Weitere Informationen zum Projekt finden Interessierte unter: https://www.biostation-rhein-sieg.de/projekte/ameisenbl%C3%A4uling/

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