Schulstiftung Calvarienberg erhält über 364.000 Euro aus dem „Digital Pakt Schule“
Neben technischer Ausstattung ist auch Medienkompetenz gefragt
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das nahezu allgegenwärtige Thema der Digitalisierung ist längst auch in den Schulen angekommen. Ob Umgang mit sozialen Medien, Daten oder generell dem Internet - für viele Bereiche der digitalen Welt müssen Kinder und Jugendliche geschult und sensibilisiert werden. Wo früher an klassische Tafeln mit Schulkreide geschrieben wurde, gibt es heute so genannte „Whiteboards“, die unter anderem interaktive Unterrichtsformen ermöglichen. Auch an der Realschule und dem Gymnasium Calvarienberg sind digitale Unterrichtsformen präsent – erst recht nach den Erfahrungen während der Corona-Pandemie. Keine Frage - all das kostet Geld. Daher war die Freude bei der Schulstiftung Calvarienberg, die sowohl die Realschule Calvarienberg als auch das Gymnasium Calvarienberg unter ihrem Dach vereint, groß, als ihr kürzlich durch die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig aus dem „Digital Pakt Schule“ ein Zuschuss in Höhe von 364.464,52 Euro übergeben wurde.
„Wichtige Voraussetzung, um den technischen Herausforderungen gewachsen zu sein“
„Das Voranschreiten und der Ausbau digitaler Medien bilden eine wichtige Voraussetzung, um den technischen Herausforderungen unserer Zeit gewachsen zu sein und Fachkompetenzen differenzierter unterrichten zu können. Gleichzeitig sollen demokratische Prozesse unterstützt und politische Teilhabe gefördert werden. Auch diese Art des Lernens, so unsere Auffassung, unterliegt ebenso wie die digitalen Kompetenzen der notwendigen Verknüpfung mit den uns verbindenden, christlichen Werten. Wir als Schulstiftung Calvarienberg haben uns auf den Weg gemacht, die technischen Voraussetzungen an unseren Schulen auszubauen, um unsere Schülerinnen und Schüler an den digitalen Veränderungen teilhaben zu lassen und unseren Unterricht entsprechend didaktisch und pädagogisch neu auszurichten“, so Gymnasiums-Schulleiterin Dr. Annette Gies, die gemeinsam mit Realschul-Schulleiter Gerald Charlier der Schulstiftung Calvarienberg vorsteht. „Durch die Pandemie wurde die Digitalisierung an den Schulen beschleunigt. Dabei wurde und wird deutlich - wir brauchen nicht nur eine gute Ausstattung, sondern auch Medienkompetenz. Vom kritischen Umgang und Hinterfragen von Internet-Quellen bis hin zum Umgang mit sozialen Medien“, betonte Stefanie Hubig.
„Eine Art Mobbing in den sozialen Medien gibt es auch im Ahrtal“
Dem schloss sich Landrätin Cornelia Weigand an: „Wichtig ist, mit dem Fortschritt umgehen zu können. Dafür muss man diesen unter gut geleiteten Bedingungen kennenlernen dürfen. Es ist wichtig, belastbare Quellen zu erkennen, mit sozialen Medien umzugehen. Das sieht man aktuell auch im Ahrtal, wo in den sozialen Medien auch eine Art von Mobbing passiert, wo es für Leute, die nicht nah genug dran sind, schwer erkennbar ist, was richtig und was eine gewollte Fehlinformation ist“, so Weigand.
Überreicht durch RLP-Bildungsministerin Stefanie Hubig (links) und Ulrich Dexheimer (Vorstandssprecher Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, rechts) erhielt die Schulstiftung Calvarienberg, vertreten durch Dr. Annette Gies (zweite von links) und Gerald Charlier (dritter von links) aus dem „Digital Pakt Schule“ die Fördersumme von 364.464,52 Euro. Foto: DU
