Kommerzieller Wohnungsbau auf der Kaiser-Friedrich-Höhe
Nein Danke!
Bürgerinitiative „Rettet die Kaiser-Friedrich-Höhe!“ wird gegründet
Vallendar. Immer wieder zieht ein lokal bekannter Investor in Erwägung, auf dem ökologisch sowie landschaftlich wertvollen Areal Kaiser-Friedrich-Höhe in Vallendar mehrgeschossige Immobilien für finanzkräftige Privatpersonen zu errichten, deren langfristige Auswirkungen auf das Klima, den Haushalt und die Infrastruktur der Stadt bisher ungeklärt sind. Neuere Entwürfe, die Ausschussmitgliedern des Stadtrats und interessierten Bürgern am 9. November 2021 präsentiert worden sind, sehen hier neben einem kleinen Gastronomiebetrieb großzügig dimensionierte Wohneinheiten in exponierter Aussichtslage mit Tiefgaragenstellplätzen vor.
Betroffen von den Planungen ist u.a. ein betagtes Eichen-Ensemble, das seit Generationen zum festen Bestandteil des Ortsbildes gehört. Vor den Toren des Weltkulturerbes wirken die bis zu 240 Jahre alten, imposanten Gehölze mit einem Stammumfang von bis zu drei Meter sowohl gestalterisch als auch ästhetisch, während sie gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Luftqualität leisten. Heimischen Tieren bieten ihre malerischen Kronen darüber hinaus beständige Nahrungsquelle und Lebensraum. Ungeachtet dessen sollen im Zuge der Baumaßnahmen 16 der 23 Giganten Baggern zum Opfer fallen, obwohl laut Auskunft des Umweltamtes der Stadt Vallendar Ersatzbepflanzungen für den Erhalt gesunder Lebensbedingungen innerhalb der Gemeinde nur eingeschränkt möglich sind und aufgrund der Erderwärmung nicht erwartet werden kann, dass junge Setzlinge heute ein ähnliches Lebensalter erreichen.
Zurzeit befinden sich Teile des Geländes noch in öffentlicher Hand, sodass die parkähnliche Fläche für jedermann zugängig ist und sich alle Besucher des Plateaus im Schutze der Bäume am Blick auf das Deutsche Eck erfreuen können. Entschließt sich die Kommune jedoch künftig dazu, Grundbesitz zwecks Realisierung des ambitionierten Vorhabens zu veräußern, wird unersetzbares, gemeinnütziges Grün unweigerlich großen Gebäudekomplexen weichen und das atemberaubende Panorama nur noch wenigen Menschen vorbehalten sein.
Hinter „Rettet die Kaiser-Friedrich-Höhe“ stehen Einwohner unterschiedlicher Stadtteile, die das außergewöhnliche, historisch bedeutsame Landschaftselement für die breite Öffentlichkeit erhalten wollen und sich um eine alternative Gestaltung im Einklang mit dem bestehenden Bewuchs bemühen.
Da die Gemeinde bereits im April 2019 infolge des Engagements der Bürgerinitiative „Grüne Lungen Vallendar“ nach einstimmigem Ratsbeschluss bei der Kreisverwaltung beantragt hat, dass ein beachtlicher Bereich des bewaldeten Rheinhangs zum geschützten Landschaftsbestandteil erklärt wird, besteht die Hoffnung, dass auch der ehrwürdige Eichenhain auf der Kaiser-Friedrich-Höhe mithilfe der Bevölkerung gerettet werden kann. „Zur Verfolgung unserer Ziele benötigen wir die Unterstützung zahlreicher Mitstreiter aller Altersgruppen.“ Die Gründungsveranstaltung der Bürgerinitiative „Rettet die Kaiser-Friedrich-Höhe“ findet am Freitag, 8. April um 19 Uhr auf den öffentlich zugänglichen Teilen der Kaiser-Friedrich-Höhe in Vallendar statt.
Pressemitteilung
Interessengemeinschaft
„Rettet die Kaiser-
Friedrich-Höhe“
Ausblick Kaiser-Friedrich-Höhe.