Energietipp der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
Neubau aus Holz oder Stein?
Kreis Neuwied. Die Qual der Wahl fängt spätestens beim Baumaterial für einen geplanten Neubau an. Grundsätzlich kann der notwendige Wärmeschutz sowohl bei Holzständerbauweise als auch bei Massivbauweise erreicht werden. Die häufigste Wandkonstruktion ist die massive Mauer. Sie wird entweder aus hoch wärmedämmenden Steinen errichtet, oder aus etwas dünneren Steinen mit einer zusätzlichen Dämmschicht. Bei beiden Massivbauweisen entstehen Wanddicken von 40 bis 50 Zentimetern. Da die Dämmschicht bei der Holzständerbauweise hauptsächlich innerhalb der tragenden Konstruktion liegt, kann hier mit geringeren Wandstärken gebaut werden. Das ist vorteilhaft, wenn das Grundstück klein ist. In den Baukosten pro Quadratmeter unterscheiden sich Massivbau und Holzbau bei Fertighäusern jedoch nur wenig.
Massive Wände schützen besser vor Schall. Vorteile der Holzständerbauweise sind die meist kürzere Bauzeit und der geringere Feuchtigkeitseintrag während der Bauphase. Außerdem kann eine standardisierte Qualitätssicherung (falls vorhanden) bei den vorgefertigten Bauteilen von Vorteil sein. Beim Massivhaus sind die Gestaltungsmöglichkeiten etwas größer, wobei auch hier eine Bauüberwachung in allen Bauphasen empfehlenswert ist.
Egal, ob Massivbau oder Holzständerbauweise - entscheidend für die Höhe der Heizkosten in den folgenden Jahrzehnten ist der energetische Standard. Je besser dieser ist, desto geringer ist der Verbrauch und sind folglich die Heizkosten. Außerdem sollte Wert auf ein Konzept für die Luftdichtheit der Gebäudehülle und die Reduzierung der Wärmebrücken gelegt werden.
Sprechstunden im Landkreis
Fragen zur Neubauplanung sowie zu allen anderen Bereichen des Energiesparens im Alt- und Neubau beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem persönlichen Beratungsgespräch nach telefonischer Voranmeldung.
Im Landkreis Neuwied finden die nächsten Sprechstunden wie folgt statt: In Asbach in der Verbandsgemeindeverwaltung am 6. November von 13:45 bis 16:45 Uhr; in Bad Hönningen im Rathaus am 6. November von 8:15 bis 12 Uhr; in Dierdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 28. November von 15 bis 18 Uhr; in Neuwied in der Kreisverwaltung am 13. November von 14 bis 17:45 Uhr und in Rengsdorf in der Verbandsgemeindeverwaltung am 14. November von 15 bis 18 Uhr.
Die Beratungsgespräche sind kostenlos. Telefonische Voranmeldung unter Tel. (08 00) 6 07 56 00 (kostenlos), montags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr, dienstags und donnerstags von 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr.
Pressemitteilung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz
