SGD Nord-Präsident besichtigt Baustelle in Lehmen
Neubau der Fischtreppe soll im kommenden Frühjahr beginnen
Vorarbeiten laufen zur Zeit – Verkehrseinschränkungen sind nicht zu vermeiden
Lehmen. Dr. Ulrich Kleemann, Präsident der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord, besichtigte die Baustelle an der Fischwechselanlage in Lehmen. Seit Anfang Juli laufen dort Vorarbeiten für den im kommenden Frühjahr geplanten eigentlichen Neubau der Fischtreppe. „Die geplante Anlage ist ein wichtiger Baustein bei der Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Mosel“, erläuterte Kleemann am Rande des Ortstermins. „Deshalb hoffen wir auf das Verständnis aller Betroffenen für die leider unvermeidbaren Verkehrseinschränkungen.“ Die reinen Baukosten für die Gesamtmaßnahme sind mit rund zwölf Millionen Euro veranschlagt.
Im Juli wurde im Auftrag der SGD Nord mit dem Bau der sogenannten Querrigole (Drainage) begonnen. Bei der Querrigole handelt es sich um mit Löchern versehene Rohre, die das im Untergrund einströmende Grundwasser sammeln und gezielt zur Mosel ableiten. Durch diese Drainage soll verhindert werden, dass der Grundwasserspiegel durch den Bau der Anlage beeinflusst wird. Derzeit befindet sich für die Verlegung der Rohre ein etwa sieben Meter tiefes Loch in der B 49. Bei den ebenfalls zeitgleich durchzuführenden vertiefenden Untersuchungen des Baugrunds werden insgesamt neun zusätzliche Bohrungen notwendig. Diese sollen Aufschlüsse über den Untergrund geben. Denn zum späteren Zeitpunkt müssen zur Stabilisierung der großen Baugrube Befestigungen im Felsuntergrund vorgenommen werden. Dazu werden sieben Bohrungen bis rund 30 Meter und zwei Bohrungen bis rund 60 Meter Tiefe erforderlich sein.
Nach Abschluss der Arbeiten an der Drainage müssen in den nächsten Monaten noch die vielen in der B 49 vorhandenen Versorgungsleitungen dauerhaft aus dem Bereich des Baufelds hinaus verlegt werden. So werden der Verlauf der Haupttrinkwasserleitung der Moselgemeinden des Rhein-Hunsrück-Wasserversorgungs-Zweckverbands, die Stromleitung der Westnetz GmbH sowie die Glasfaserkabel der Fiber Network (NGN) dauerhaft verändert. Die hierfür notwendigen Arbeiten sollen in diesem September starten und bis März kommenden Jahres, vor dem Beginn der Baumaßnahme für die neue Fischwechselanlage, abgeschlossen sein.
Aufgrund des vorhandenen ungünstigen Baugrunds kann die Baugrube nur sehr aufwendig hergestellt werden. Die beengten Platzverhältnisse erfordern daher eine Vollsperrung der Bundesstraße B 49 während der Bauzeit der Drainage. Die Vollsperrung ist unter Berücksichtigung des aufrechtzuerhaltenden Schülertransports bewusst in die Ferienzeit gelegt worden. Der Verkehr wird über die Brücken in Alken und Niederfell auf die andere Moselseite geführt. Das gilt auch für den Busverkehr der Linie 301. Shuttlebusse bedienen die Orte Niederfell, Oberfell und Alken und bringen die Busreisenden zu den bekannten Haltestellen an den beiden Moselbrücken. Radfahrer können den Abschnitt weiter passieren. Ab September werden die Bauarbeiten voraussichtlich eine halbseitige Sperrung der B 49 erfordern.
Die SGD Nord bittet die betroffene Bevölkerung um Verständnis. Es wird angestrebt, die von den Arbeiten ausgehenden Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten.
Pressemitteilung der SGD Nord
