Allgemeine Berichte | 22.09.2021

Rainer Schmidt zu Gast bei der AG Inklusion der Stadt Rheinbach

Neue Denkanstöße gesetzt

Von links nach rechts: Simone Kämper, Winfried Hahnenberg, Martina Koch, Rainer Schmidt, Dr. Reinhard Ganten, Marion Möller, Pia und Klaus Joppich.Foto: privat

Rheinbach. Nach vielen Monaten konnte sich die Arbeitsgemeinschaft Inklusion der Stadt Rheinbach endlich wieder persönlich treffen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer freuten sich auf einen besonderen Abend im Ratssaal im Himmeroder Hof.

Durch die finanzielle Unterstützung der Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ konnte als Referent Rainer Schmidt engagiert werden. Schmidt (ev. Pfarrer, Kabarettist, Dozent für Inklusion und Goldmedaillengewinner im Tischtennis der Paralympics) gelang es auf seine bekannt humorvolle, offene und schonungslose Art ins Thema mitzunehmen und neue Denkanstöße zu setzen.

Laut Schmidt stimmen sehr viele Menschen dem allgemeinen Begriff der Inklusion zu.

Inklusion heißt, alle Menschen sind gleichwertig, aber verschiedenartig. Und natürlich soll niemand aufgrund seiner Behinderung diskriminiert werden.

Sobald Inklusion konkreter wird, fangen die Probleme an. Gibt es nicht auch berechtigte Ausgrenzungen? Kann das Lernen von Hoch- und Tiefbegabten wirklich funktionieren?

Inklusion definiert Behinderung neu. Früher war es die Schädigung beziehungsweise Einschränkung eines Menschen. Es war die Abweichung vom Durchschnitt. Heute ist Behinderung das Zusammenwirken von 1) den Einschränkungen eines Menschen, 2) den Barrieren, auf die dieser Mensch trifft und schließlich die daraus resultierenden Benachteiligungen.

Als Beispiel nannte Schmidt Folgendes: Ein Mensch im Rollstuhl kann nicht Bus fahren. Sobald es sich um einen Niederflurbus handelt (Barriere abgebaut) oder ein netter Mensch beim Einsteigen hilft (Barriere überwunden), fällt die Nichtteilhabe/Ausgrenzung weg. Der Mensch hat zwar noch eine Einschränkung, ist aber in dieser Situation nicht behinderter, weil er machen kann, was alle machen.

Es war ein gelungener und informativer Abend.

Die AG Inklusion der Stadt Rheinbach ist 2016 auf Initiative der Stadtverwaltung entstanden.

Engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter einiger Fraktionen, sowie einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung haben es sich zur Aufgabe gemacht, Rheinbach inklusiver werden zu lassen. So ist zum Beispiel auch die Aktion Funkklingel für den Rheinbacher Einzelhandel entstanden. Für die Zukunft sind weitere Aktion geplant. Wer Interesse hat mitzuwirken richtet sich an: simone.kaemper@ekir.de oder marion.moeller@hephata-mg.de.

Von links nach rechts: Simone Kämper, Winfried Hahnenberg, Martina Koch, Rainer Schmidt, Dr. Reinhard Ganten, Marion Möller, Pia und Klaus Joppich.Foto: privat

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