Neue Flutgedenkstätte
Bad Neuenahr. Einen Ort zu schaffen, an dem in einladender und würdiger Weise der elf Flutopfer des Neuenahrer Ortsteils gedacht wird, einen Ort, an dem all die Fragen und Zweifel, die Verletzungen und Gedanken zur Katastrophe abgeladen werden können, einen Ort, an dem aber auch Hoffnung geschöpft und Gemeinschaft im Gebet erspürt werden kann, das war von Anfang an das Bestreben des Förderkreises „Hemmessener Dom“.
Nun ist es soweit. Ein Buntglasfenster der ortsansässigen Glaserin und Künstlerin Simone Prenner bringt farbenstark die schrecklichen und finsteren Erlebnisse der Flutnacht ins Bild, aber auch den Glanz des Himmels, der sich wie eine rettende Hand Zuversicht-spendend über den Wassern wölbt. Fast könnte es ein Bild sein, dass die Schöpfungsgeschichte thematisiert, so ausdrucksvoll kommen die Urkräfte von Flut und Licht zur Geltung. „Das war mir eine große Ehre und Selbstverständlichkeit, dieses Fenster zu fertigen! Unsere Familie ist in diesem Ortsteil verwurzelt und ich fühle eine große Verbundenheit mit Hemmessen,“ so Prenner, die das Fenster stiftete. Das Fenster wird im Windfang des Hemmessener Doms (Sebastianstraße 77) installiert. Direkt daneben sind die 9 Verstorbenen aus dem Neuenahrer Ortsteil namentlich genannt. Auch eine Möglichkeit, dort Kerzen zu entzünden und im Gebet oder in Stille zu verharren ist in der Kapelle möglich. Eine Gedenkfeier und Einsegnung unter Leitung von Dekan Peter Strauch findet um 15 Uhr statt.
Zu einem geselligen Beisammensein lädt der Förderkreis gemeinsam mit den ihn besonders stark unterstützenden Stiftungen Spendenshuttle und Stiftung Ahrtal ins benachbarte DomCafé ein. Es wird zukünftig als Begegnungsstätte von Bürgern für Bürger fungieren und hat sich bereits dank zahlreicher Veranstaltungen zu einem Ort entwickelt, der Gemeinschaft stiftet und an dem kulturelles und künstlerisches Leben stattfinden können.
Einweihung der Flutgedenkstätte im Hemmessener Dom: 16.03., 15 Uhr, anschließend geselliges Beisammensein im DomCafé
