Glockenweihe im Seniorenzentrum St. Hedwig
Neue Glocke festlich geweiht
Cochem. Zwei Jahre lang war kein Ton zu hören vom Turm des Seniorenzentrums St. Hedwig, doch jetzt erklingt das Glockengeläut wieder vom Klosterberg in Cochem. Nachdem die 100 Jahre alte Glocke einen Riss bekommen hatte, musste sie ausgetauscht werden. Die neue Glocke weihte Bruder Michael Ruedin aus dem Kloster Ebernach in einer feierlichen Messe im Seniorenzentrum. Neben Bewohnern und Mitarbeitern der Senioreneinrichtung nahmen auch Verbandsbürgermeister Wolfgang Lambertz, Stadtbürgermeister Walter Schmitz sowie Schwester M. Sybilla Koltan, Generaloberin der Marienschwestern v.d.U.E., und Generalvikarin Schwester M. Petra Ladig an den Feierlichkeiten mit Abstand und Maskenpflicht teil. Hermann Schmitt, Seniorchef des Traditionsbetriebs „Glocken-und Kunstguss Schmitt“ aus Brockscheid, in dem die neue Glocke gegossen wurde, war ebenfalls als Gast geladen: „Für unseren Traditionsbetrieb war es eine Ehre, bei der Glockenweihe im Seniorenzentrum St. Hedwig dabei zu sein.“ Schmitt berichtete ausführlich über die Herstellung der Glocke: „Ob groß oder klein – egal, welche Maße eine Glocke hat, es ist immer ein langwieriger Herstellungsprozess, der zwischen vier und sechs Wochen dauert.“ Noch heute werden Glocken wie vor 500 Jahren hergestellt: Aus Kupfer und Zinn entsteht bei Temperaturen von 1100°C Zinnbronze. Daraus wird im nächsten Schritt die Glocke gegossen. Für die neue Glocke des Seniorenzentrums wurden 78 Kilogramm Kupfer und 22 Kilogramm Zinn verarbeitet, sie wiegt bei einem Durchmesser von 35 Zentimetern stolze 20 Kilogramm. Die neue St. Hedwig-Glocke wird jedoch, anders als vor 500 Jahren, elektrisch angeschlagen – die schönen Klänge, die jetzt endlich wieder zu hören sind, beeinträchtigt das nicht.
Die neue Glocke für das Seniorenzentrum St. Hedwig wurde festlich geschmückt und geweiht.
Weitere Informationen: www.seniorenzentrum-st-hedwig.de
